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Gefährliche NATO-Drohnen gegen Russland: Hunko warnt vor "Global Hawk"-Einsatz

Gefährliche NATO-Drohnen gegen Russland: Hunko warnt vor "Global Hawk"-Einsatz
Bald auch über unseren Köpfen? "RQ-4 Global Hawk"-Drohne (Symbolbild)
Die NATO bereitet sich auf den Einsatz des AGS-Überwachungsprogramms vor, wofür unbemannte Drohnen von Italien über Frankreich und Deutschland zur Ostsee fliegen sollen. Die Linke warnt vor der Gefahr des damit verbundenen Eskalationspotenzials sowie der Absturzgefahr.

Mit unbemannten Drohnen, den RQ-4D Global Hawks, soll das sogenannte "Alliance Ground Surveillance"-Programm (AGS) der NATO die Fähigkeit zur "Gefechtsfeldaufklärung und -überwachung" aufbauen. Damit sei Russland gemeint, betonte der europapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Andrej Hunko, und warnte vor den Konsequenzen durch erhöhte Spannungen mit Russland sowie durch die Absturzgefahr auch über Deutschland.

Im November landete die erste Drohne des Herstellers Northrop Grumman auf dem italienischen Militärflugplatz in Sigonella, einen Monat später die zweite, und drei weitere sollen folgen. Im Jahr 2020 soll das Programm einsatzfähig sein.

Hunko: NATO heizt so Spannungen mit Moskau weiter an

Während die NATO rühmt, dass alle Bündnispartner Zugang zu den vom AGS erfassten Daten haben und von den Erkenntnissen profitieren sollen, richtet Hunko den Blick auf die Folgen, auch für die Bevölkerung:

Das NATO-AGS-Programm richtet sich in erster Linie gegen Russland, die 'Global Hawk' sollen an russischen Grenzen spionieren. Das bestätigt das Verteidigungsministerium mit der Angabe, dass die NATO-Drohnen den von der US-Luftwaffe über Italien, Frankreich und Deutschland eingerichteten Korridor nutzen. Die Flüge über der Ostsee werden die Spannungen mit der Regierung in Moskau weiter anheizen. Damit haben sich bei der NATO im Wortsinne die Falken durchgesetzt.

Der Korridor verlaufe hierzulande über das Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Das berge Gefahren für die Bevölkerung, denn Drohnen stürzen signifikant häufiger ab als bemannte Luftfahrzeuge, so Hunko:

Die 'Global Hawk' fliegt ohne ein Ausweich- oder Assistenzsystem zur Vermeidung von Zusammenstößen. Eine solche Technik ist noch nicht entwickelt oder lizensiert. Auch die NATO-Drohnen werden deshalb früher oder später abstürzen. Das Verteidigungsministerium darf die Flüge über Deutschland deshalb nicht genehmigen.

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