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Litauen begnadigt russische Spione – Russland übergibt im Gegenzug Frode Berg an Norwegen

Litauen begnadigt russische Spione – Russland übergibt im Gegenzug Frode Berg an Norwegen
Der Norweger Frode Berg wurde in Russland wegen Spionage zu 14 Jahren Haft verurteilt
Litauens Präsident Gitanas Nausėda hat am Freitag zwei wegen Spionage verurteilte Russen begnadigt. Freigekommen sind Nikolai Filiptschenko und Sergei Moissejenko. Im Gegenzug übergab Russland zwei Litauer und den Norweger Frode Berg.

Die beiden freigekommenen Russen, Filiptschenko und Moissejenko, waren in Litauen im Jahr 2017 zu langen Haftstrafen von zehn und zehneinhalb Jahren verurteilt worden. Beide sollen versucht haben, Agenten für den russischen Geheimdienst anzuwerben. Im Gegenzug sind nach Angaben der litauischen Nachrichtenagentur BNS bei einem Austausch zwei in Russland inhaftierte Litauer freigekommen, die im Jahr 2016 wegen Spionage verurteilt wurden. 

Die beiden wurden den Angaben zufolge auf Grundlage einer neuen Vorschrift des litauischen Strafgesetzbuchs begnadigt, die den Austausch von Spionen regelt und Anfang dieser Woche in Kraft trat. 

Im Gegenzug übergab Russland zwei Litauer und den Norweger Frode Berg. Die Agentur BNS meldete, dass die beiden Litauer und der Norweger an einem Grenzpunkt übergeben worden seien. Die norwegische Premierministerin Erna Solberg sagte am Freitag:

Wir sind glücklich, dass Frode Berg wieder nach Hause kommt – als freier Mann.

Sie dankte den litauischen Behörden für ihre Anstrengungen bei der Freilassung. Russland hatte Berg zuvor nach einem Gnadengesuch freigelassen. 

Der ehemalige Grenzbeamte Berg war im Dezember 2017 vom russischen Sicherheitsdienst in Moskau festgenommen worden. Im April dieses Jahres wurde er wegen Spionage zu 14 Jahren Haft verurteilt. Er soll Material über russische Atom-U-Boote gesammelt haben. 

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