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Ex-Spionagechef packt aus: Frankreich machte in den 1980ern Deals mit Terroristen

Ex-Spionagechef packt aus: Frankreich machte in den 1980ern Deals mit Terroristen
(Archivbild). Der ehemalige Chef des französischen Inlandsgeheimdienstes DST, Yves Bonnet, am 28. Oktober 2002 in Algier, Algerien.
Der ehemalige Chef des französischen Inlandsgeheimdienstes, Yves Bonnet, erklärte, dass Frankreich in den 1980er Jahren einen Deal mit einer palästinensischen Terrorgruppe getroffen habe. Dabei betont Paris bis heute, nicht mit Terroristen zu kommunizieren.

Der ehemalige Spionagechef erklärte in dem Interview mit der französischen Tageszeitung Le Parisien, dass die französischen Sicherheitsbehörden damit einverstanden waren, Mitglieder der Abu-Nidal-Gruppe nicht zu verhaften, wenn sie auf französischem Boden keine Anschläge verübten.

Die französische Regierung hatte derartige Gespräche oder Verhandlungen mit Terrorgruppen stets bestritten. Laut Bonnet gab es zwischen Frankreich und der Organisation eine mündliche Vereinbarung, die während eines geheimen Treffens zwischen dem französischen Geheimdienst und der Gruppe getroffen wurde. Die Vereinbarung folgte auf einen Anschlag der Abu-Nidal-Gruppe auf ein Café im jüdischen Viertel von Paris. Dabei kamen seinerzeit sechs Menschen ums Leben. Die Angreifer hatten mit Maschinengewehren und Granaten das Feuer auf die Gäste des Cafés eröffnet.

Bonnet sagte, er habe die Sicherheit für Mitglieder der Gruppe garantiert, solange sie keine weiteren Angriffe auf französischem Boden starteten. Le Parisien zitierte Bonnet auch mit der Aussage, dass das Élysée offiziell nichts von dem Deal gewusst habe. Allerdings sei der damalige Stabschef von Präsident François Mitterand darüber informiert gewesen.

In Frankreich zahlte sich das Abkommen für einige Jahre aus, während die Gruppe jedoch weiterhin Anschläge in Italien, Österreich und Griechenland verübte. Die Abu-Nidal-Gruppe teilte sich schließlich wegen interner Meinungsverschiedenheiten auf. Bei den Anschlägen der Gruppe wurden in Dutzenden von Ländern insgesamt Hunderte von Menschen verletzt oder getötet. Zu den Angriffen gehörten Flugzeugentführungen sowie Anschläge auf Synagogen und Botschaften. Die Organisation versuchte 1982 zudem, den israelischen Botschafter in London zu ermorden.

Die Äußerungen von Bonnet führten zu Forderungen nach einer gründlichen Untersuchung der Angelegenheit. Auch soll geklärt werden, ob es weitere Absprachen mit anderen Gruppen gab.

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