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Frankreich ermittelt: Auch französische Minderjährige in Fall Epstein verwickelt?

Frankreich ermittelt: Auch französische Minderjährige in Fall Epstein verwickelt?
Protest gegen Jeffrey Epstein in New York am 8. Juli 2019
Der Fall zieht immer weitere Kreise: Zwei französische Staatssekretäre haben am Montag eine Untersuchung im Fall Jeffrey Epstein beantragt. Es geht um den Verdacht, dass in den Pädophilie-Skandal in den USA auch französische Mädchen verwickelt sein könnten.

Mehr zum Thema - Pädophilie-Skandal in USA: Die Ungereimtheiten beim mutmaßlichen Selbstmord Jeffrey Epsteins

Die Staatssekretärin für die Gleichstellung von Frauen und Männern Marlène Schiappa und der Staatssekretär für Kinderschutz Adrien Taquet beantragten am 12. August die Einleitung einer Untersuchung zu der Affäre um den US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein. Der Milliardär, dem Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger vorgeworfen wird, wurde am Morgen des 10. August tot in seiner Zelle aufgefunden.

"Die Untersuchung ergab Verbindungen zu Frankreich", so Schiappa und Taquet in einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung. Und die beiden Regierungsmitglieder ergänzten:

Sein Tod im Gefängnis beendet die Vorbereitung des ursprünglich für 2020 geplanten Prozesses und lässt damit viele Fragen offen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde eine Liste von Epsteins Kontakten in einem kleinen schwarzen Heft festgehalten. Laut Auszügen, die von mehreren US-amerikanischen Medien veröffentlicht wurden, hatte der Investmentbanker darin auch junge Mädchen in Paris aufgeführt. Epstein wurde am 6. Juli dieses Jahres in einem Flughafen von New Jersey in seinem Privatjet bei seiner Rückkehr aus Paris verhaftet, wo er häufig zu Besuch war.

Zu den Kontakten von Epstein gehörten so illustre Namen wie der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der ihn angeblich mehrmals an Bord des Jets "Lolita Express" begleitet haben soll, der amtierende Präsident Donald Trump, der britische Milliardär Richard Branson, der Ex-Premier Tony Blair, Medienmagnat Rupert Murdoch und der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barack.

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