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Wissenschaftler prognostizieren: Ost- und Südosteuropa vor dramatischem Arbeitskräftemangel

Wissenschaftler prognostizieren: Ost- und Südosteuropa vor dramatischem Arbeitskräftemangel
Beschäftigte eines geflügelverarbeitenden Unternehmens in Ungarn im Oktober 2018
Die Länder Ost- und Südosteuropas stehen vor einem gravierenden Arbeitskräftemangel. Das berichtet das Wiener Wirtschaftsinstitut wiiw in einer neuen Studie. Das Wachstum in der Region werde zurückgehen, auch aufgrund verschiedener externer Faktoren.

Nach Auffassung des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) nehmen Bevölkerungsrückgang und Arbeitskräftemangel in vielen Ländern Ost- und Südosteuropas immer dramatischere Formen an.

In einer am Mittwoch vorgestellten Studie des Instituts heißt es, dass Länder wie Bulgarien, Lettland, Rumänien, Polen, Kroatien und die Ukraine bis 2045 mehr als 20 Prozent ihrer erwerbsfähigen Bevölkerung verlieren würden. Richard Grieveson, Wissenschaftler am wiiw und Autor der Studie, erklärte bei deren Vorstellung:

In Friedenszeiten ist so etwas vorher noch nie passiert.

In Ungarn würden bereits heute extrem viele Betriebe über einen Arbeitskräftemangel klagen. Ursache für den zunehmenden Arbeitskräftemangel sei - neben der verheerenden demographischen Entwicklung - die massive Abwanderung von Arbeitskräften in die westlichen Länder des Kontinents, vor allem nach Deutschland.

Kapitalbesitzer in Deutschland sind erfreut: Der Andrang von billigen Arbeitskräften aus Osteuropa erhöht die Profite

Laut dieser Studie ist der Wachstumsboom der letzten Jahre erst einmal vorüber. Das Wachstum bewege sich zwar in den meisten Ländern noch auf gutem Niveau, werde sich aber in den nächsten Jahren abschwächen. 

Das wiiw prognostiziert, dass das Kosovo, Albanien und Moldau die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften sein werden. Das langsamste Wachstum würden künftig Russland, Weißrussland und die Türkei zu verzeichnen haben. Russland werde auf absehbare Zeit durch die Sanktionen und durch innere, strukturelle Probleme belastet. Externe Risiken würden dagegen durch vorsorglich angesammelte Reserven und eine vorsichtige Wirtschaftspolitik abgefedert.

Der Fachkräftemangel in dem Großraum habe zu einem teils drastischen lokalen Anstieg des Lohnniveaus geführt, was sich wiederum auch positiv auf den privaten Konsum ausgewirkt habe. Ein Anhalten dieses Trends könnte allerdings zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Länder gefährden.

Externe ökonomische Faktoren, etwa das schwächere Wachstum in Deutschland und China aber auch die anhaltenden Unsicherheiten im Euroraum, dürften zur Bedrohung für die exportabhängigen Zweige dieser Volkswirtschaften werden. Grieveson erklärte, dass daher beispielsweise Ungarn, das ebenso wie Polen in den vergangenen Jahren starke Wachstumsraten hatte, nun auf einen besonders starken Abschwung zusteuere.

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