Europa

"Männer und Frauen sind biologisch verschieden" - Schwedischer Professor der Intoleranz bezichtigt

Eine schwedische Universität ermittelt gegen einen Professor wegen "Antifeminismus" und "Transphobie". In einer Vorlesung sagte er, homosexuelle Frauen hätten eine "männliche Sexualorientierung", und Transsexualität sei nur bedingt eine sexuelle Orientierung.
"Männer und Frauen sind biologisch verschieden" -  Schwedischer Professor der Intoleranz bezichtigtQuelle: Gettyimages.ru © Robin Olimb

Germund Hesslow ist Professor für Neurophysiologie an der schwedischen Lund Universität. Während seines Unterrichts über "Herkunft und Umwelt" an der führenden akademischen Institution zitierte Hesslow empirische Forschungsergebnisse, welche die Idee stützen, dass es Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die "biologisch begründet" sind, und dass Geschlechter nicht als "soziale Konstrukte allein" betrachtet werden können.

Dies stieß auf Kritik bei den Studenten, und es kam zu einer Beschwerde, die sich darauf stützte, dass die Aussage nicht mit der schwedischen "Wertebasis" übereinstimme. Ein Konzept, das alle schwedischen Schulen dazu verpflichtet, eine gemeinsame ethische Politik zu verfolgen, die Werte wie Egalitarismus, individuelle Freiheit und die Gleichheit der Geschlechter beinhaltet.

In einem Interview mit RT sagte Hesslow, dass einige Studenten "aus ideologischen Gründen" keine wissenschaftlichen Fakten über biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen hören wollten. Er sagte weiter, dass die Kommentare, die zur Beschwerde führten, nicht notwendigerweise Teil seines Unterrichtsstoffes, sondern Antworten auf die Fragen der Studenten während des Vortrags seien:

Wenn sie eine solche Frage beantworten, stehen Sie unter starkem Zeitdruck, Sie müssen extrem kurz antworten – und ich habe Formulierungen genutzt, die meiner Meinung nach völlig harmlos waren und dies hat der Student nicht so aufgefasst.

Hesslow wurde von Christer Larsson, dem Vorsitzenden des Programmvorstandes für medizinische Ausbildung, zu einem Treffen eingeladen, nachdem sich eine Studentin darüber beschwert hatte, dass der Professor seine "persönliche antifeministische Agenda" zum Ausdruck gebracht habe, berichtete Academic Rights Watch.

Die Universität bat Hesslow, sich in zwei spezifischen Fällen von seinen Aussagen zu distanzieren; dass homosexuelle Frauen eine "männliche sexuelle Orientierung" hätten und dass es "Definitionssache" sei, ob Transsexualität eine sexuelle Orientierung ist.

Der Professor lehnte es ab, sich von den Kommentaren zu distanzieren, und sagte, dass er bereits "genug getan" habe, um seine Wortwahl "zu erklären und zu verteidigen":

Irgendwann muss man bei den Beteiligten nach der Verhältnismäßigkeit fragen. Wenn es für die Studenten akzeptabel wäre, Vorlesungen aufzunehmen, um kompromittierende Formulierungen zu finden, und dann die Mitarbeiter der Fakultät mit Treffen und langen Briefen einzubeziehen, sollten wir die medizinische Ausbildung ganz aufgeben.

In seiner Antwort wies Hesslow auch die Behauptung zurück, dass er eine "politische Agenda" verfolge, und sagte, seine einzige Agenda bestehe darin, dass wissenschaftliche Fakten, nicht neue konventionelle Weisheiten, den Unterricht an Universitäten leiten sollten.

Ideologie, Politik und Vorurteile sind eine konventionelle Perspektive, keine Wissenschaft.

Hesslow teilte RT ebenfalls mit, dass der Rektor der Universität eine "vollständige Untersuchung" angeordnet habe, es habe "Diskussionen gegeben, um jemand anderes die Vorlesung abhalten zu lassen, oder die Vorlesung gänzlich einzustellen". Die Universität, so Hesslow, könnte auch sein Alter als "Vorwand" nutzen, um ihm den Kurs zu entziehen, da er bereits das Rentenalter erreicht hat.

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