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London: Neue Einheit gegen Gewaltverbrechen - Kriminalität soll wie Krankheit bekämpft werden

London: Neue Einheit gegen Gewaltverbrechen - Kriminalität soll wie Krankheit bekämpft werden
Britischer Polizist, London, Großbritannien, 23. März 2017.
Am Dienstag ereignete sich in London der Hundertste Mord in 2018. Fortan gilt, dass Gewaltverbrechen als Problem der öffentlichen Gesundheit behandelt werden. Eine neue Einheit, initiiert durch den Bürgermeister, soll das Problem angehen. Kritik kommt von der Polizei.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan will mit der "Violence Reduction Unit" die Zahl der Gewaltverbrechen in London reduzieren. Dafür wurden 500.000 Pfund bereitgestellt. In den ersten drei Monaten diesen Jahres gab es in London 45 Mordfälle, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 23. In 2017 und 2018 zusammengenommen ereigneten sich bislang 14.769 Gewaltverbrechen unter Verwendung von Messern, in 2015 und 2016 waren es im Vergleich nur 9.745.  

Die Gewaltverbrechen werden nun, wie im schottischen Glasgow, als Problem der öffentlichen Gesundheit gesehen. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan:

Mit den Gewaltverbrechen [muss man] umgehen wie mit einer ansteckenden Krankheit. Die Infektion, die Verbreitung aufhaltend und die Ursachen bekämpfend. 

In Schottland wurde 2005 eine Einheit unter dem Namen "Scottish Violence Reduction Unit" (SVRU) ins Leben gerufen. Dabei werden Lehrer, Sozialarbeiter, Ärzte, Polizei und Regierung angehalten zusammenzuarbeiten, um mehr Sicherheit zu schaffen. Inspiriert wurde die Einheit von einem US-amerikanischen Vorbild aus Chicago in den 1990er Jahren. Der Gewalt in der Stadt begegnete man, indem man sie mit einer Epidemie gleichsetze. 

Ein Drittel der Mordopfer in diesem Jahr waren zwischen 16 und 24 Jahren alt, die meisten Taten wurden mit Messern begangen. Waren es in 2017 in London 116 Morde, ereignete sich in dieser Woche der Hundertste Mord in der britischen Hauptstadt. Khan

Die Gründe für die Gewaltverbrechen entstehen über viele Jahre und die Lösungen werden Zeit brauchen. Diese Einheit ist kein Ersatz für die Investitionen, die unser öffentlicher Sektor braucht, wenn London die Höhe der Gewaltverbrechen signifikant reduzieren will. 

London ist idyllisch schön - hier ein Blick auf den Big Ben und die Houses of Parliament. Doch mittlerweile wird das Image der Stadt von der steigenden Kriminalität überschattet.

Viele der Täter sind Schulabbrecher, oder erfuhren bereits zu Hause Gewalt. Die Einzelheiten zu der neuen Einheit werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben. Kritik an dem Vorhaben kommt von dem Leiter des Londoner Assembly Police and Crime Committee, O`Connel. Es fehle bei der Planung an den Details, wie diese neue Einheit in ganz London aktiv werden soll: 

Wir werden genau beobachten, wie dieser neue Plan Auswirkungen auf dem Boden hat und nicht als vertane Möglichkeit endet. 

In Schottland zeigt die Statistik, dass die Methode Erfolg hatte. 

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