Europa

Schwedisches Urlaubsparadies wird militärisch aufgerüstet: Zum Schutz vor dem Russen

"Wir zeigen auf Gotland, dass wir über militärische Stärke verfügen", so der schwedische Ministerpräsident. Schweden investiert in seine Verteidigung und stockt die militärische Präsenz auf Gotland auf. Auf der Urlaubsinsel könnte der Russe einfallen.
Schwedisches Urlaubsparadies wird militärisch aufgerüstet: Zum Schutz vor dem RussenQuelle: Reuters © Bob Strong

Das Gotland-Regiment soll wieder ins Leben gerufen werden, nachdem dieses im Jahr 2015 eingestellt wurde. Die Abrüstung nach Ende des Kalten Krieges ist passé, Schweden rüstet wieder auf und wähnt sich in Gefahr. Es ist das erste mal seit 70 Jahren, dass ein Regiment wieder ins Leben gerufen wird. Den Feind vermutet die schwedische Regierung im Osten. Rund 350 Soldaten soll das Regiment auf Gotland umfassen. Bei der Eröffnungsfeier waren auch der schwedische König Carl Gustaf sowie der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist und Ministerpräsident Stefan Löfven anwesend, der sich an die Truppen wandte:

Wir haben gesehen, was in der Ukraine geschehen ist, wo die Krim annektiert wurde und wir einen andauernden Konflikt im östlichen Teil des Landes haben. Es gibt mehr Aktivität im Ostseeraum, nicht zuletzt russische. Das müssen wir tun, Schweden muss sicher sein. Wir werden sehen, ob mehr benötigt wird.

Falls nötig, werde die Truppe von 350 Soldaten weiter aufgestockt, so Löfven. Hultqvist kommentierte:

Was wir hier machen, hat direkte Auswirkungen auf das Baltikum, Finnland und das schwedische Festland. Es ist sehr wichtig für eine dauerhafte militärische Vertretung auf Gotland.

Was würde Russland bei einem Angriff auf Schweden gewinnen?

Diese Frage wurde schon seit Jahren nicht beantwortet. Die Antwort auf die Frage liege wohl in der Gegenfrage "Was verliert Russland bei einem Angriff auf Schweden", so ein Kolumnist der schwedischen Zeitung Aftonbladet:

Kein einziger Liberaler konnte erklären, warum Russland einen solchen wirtschaftlichen und politischen Selbstmord begehen wollte, doch sie hielten an ihrem Säbelrasseln hartnäckig fest.

Die Idee eines Angriffs auf Gotland basiert auf der Theorie, dass Russland einen oder mehrere baltische Staaten angreift und erobert. Derzeit ist Schweden NATO-Gastland. Diejenigen, so der Autor Jan Guillou, die sich gegen eine NATO-Mitgliedschaft Schwedens aussprächen, liefen Gefahr, als Agenten Putins gebrandmarkt zu werden.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team