Europa

Behörden des ukrainischen Gebiets Cherson wollen Eingliederung in den russischen Staat

Die Behörden des Gebietes Cherson im Süden der Ukraine wollen sich an den russischen Präsidenten mit der Bitte wenden, die Region in den russischen Staat einzugliedern. Dies teilte der Vizevorsitzende der militärisch-zivilen Gebietsverwaltung der Region am Mittwoch mit.
Behörden des ukrainischen Gebiets Cherson wollen Eingliederung in den russischen StaatQuelle: Sputnik

Laut Kirill Stremoussow, dem stellvertretenden Vorsitzenden der militärisch-zivilen Gebietsverwaltung von Cherson, werde die Region keine Volksabstimmung durchführen und zu keiner weiteren Volksrepublik werden, wie dies mit Donezk und Lugansk der Fall sei. Stattdessen werde es einen Appell an Wladimir Putin geben, mit der Bitte, das Gebiet in den russischen Staat einzugliedern. Ihm zufolge wollen die Behörden bis Ende dieses Jahres einen Rechtsrahmen für den Beitritt zu Russland vorbereiten. Wie die Agentur RIA Nowosti berichtet, sagte der Regionalpolitiker am Mittwoch bei einer Pressekonferenz: 

"Die Stadt Cherson ist Russland".

Vor wenigen Wochen hatte Stremoussow bereits betont, dass eine Rückkehr des Gebiets unter die Kontrolle der Ukraine ausgeschlossen sei. Außerdem hatte er gefordert, dass die Einwohner von Cherson das Recht auf russische Pässe haben sollten. Zudem kündigte er an, die ukrainische Währung Griwna ab Anfang Mai stufenweise durch den Rubel als Zahlungsmittel zu ersetzen. Am Mittwoch erklärte er, dass bald auch die erste russische Bank eröffnen werde. In dem Gebiet werden laut Medienberichten bereits russische TV-Sender ausgestrahlt.

Kremlsprecher Peskow reagierte noch am selben Tag und sagte, die Einwohner von Cherson müssten selbst entscheiden, ob sie einen solchen Appell an den russischen Präsidenten richten wollen. Die potenzielle Eingliederung der Region in die Russische Föderation müsse eine klare rechtliche Grundlage haben.

Mehr zum Thema - Russische Sicherheitskräfte finden eine Folterkammer in der Nähe von Cherson

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.