icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

"Verbohrte" NATO-Partner: Maas will direkte Gespräche zwischen Griechenland und Türkei

"Verbohrte" NATO-Partner: Maas will direkte Gespräche zwischen Griechenland und Türkei
Heiko Maas reist nach Griechenland und in die Türkei, um direkte Gespräche zwischen beiden Ländern zu vermitteln, 25. August 2020.
Die Lage im östlichen Mittelmeer droht zu eskalieren. Außenminister Heiko Maas will vermitteln. Er muss wohl tarieren, aber nicht nur zwischen Griechenland und der Türkei. Uneinigkeit in dieser Frage herrscht auch innerhalb der EU und der NATO.

­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Europa ringt um eine Lösung zwischen Griechenland und der Türkei. Der Streit zwischen den beiden Ländern drohte in den letzten Wochen zu eskalieren, denn beide Länder bohren im Gebiet zwischen Kreta und Zypern. Sie hoffen, dort auf Erdgas zu stoßen. Beide beanspruchen die Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer für sich.

Nun will der deutsche Außenminister Heiko Maas vermitteln. Er fordert beide Seiten zu direkten Gesprächen auf. 

Das türkische seismische Forschungsschiff Oruç Reis am 22. August 2019 in Istanbul, Türkei. (Archivbild)

Eine weitere Eskalation kann allen Seiten nur schaden, vor allem aber den unmittelbar Beteiligten vor Ort", sagte Maas am Dienstag vor seinem Abflug in Berlin.

Griechenland hält die Erkundungen der Türkei für illegal. Auch die EU hat die türkischen Aktionen verurteilt und Ankara aufgefordert, sie einzustellen. Die Regierung in Ankara vertritt dagegen den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören.

Das EU-Mitglied Griechenland schließt bislang einen direkten Dialog aus, solange die Forschungen des türkischen Erkundungsschiffes Oruç Reis andauern. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte zuvor angekündigt, dass sich die Oruç Reis am 23. August zurückziehen würde. Danach wäre die Türkei für Gespräche bereit. Doch just an jenem Tag verlängerte er die Frist. Erdoğan betonte am Montagabend, dass sein Land "keinen Schritt zurückweichen" werde. 

Der türkische Staatspräsident Erdoğan schrieb in einem Tweet: "Wir haben gezeigt, dass wir unsere Rechte gegenüber denen schützen werden, die unsere Arbeit im östlichen Mittelmeerraum verhindern wollen. Als Land mit der längsten Mittelmeerküste in der Ägäis haben wir die Interessen unseres Landes gewahrt."

Daraufhin entschied sich Deutschland für eine diplomatische Initiative. Außenminister Heiko Maas wird in der griechischen Hauptstadt Athen zunächst den Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und den Außenminister Nikos Dendias des Landes treffen. In Ankara kommt er anschließend mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu zusammen.

Die Türkei und Griechenland sind unsere NATO-Verbündeten. Lösungen für die Streitfragen um die Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer kann es nur auf Grundlage des Völkerrechts und im aufrichtigen Dialog miteinander geben", betonte Maas vor seiner Abreise.

Während Deutschland sich um einen Ausgleich bemüht, melden sich weniger versöhnliche Stimmen aus der Europäischen Union (EU). Das Verhältnis zur Türkei wird auch ein Thema beim EU-Außenministertreffen am Donnerstag und Freitag in Berlin sein.

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen