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Nestlé-Fabrik für Kapselkaffee verursacht massives Fischsterben in Frankreich

Nestlé-Fabrik für Kapselkaffee verursacht massives Fischsterben in Frankreich
Symbolbild
Bilder wie aus einem Katastrophenfilm: Tausende Fische sind im Fluss Aisne in den französischen Ardennen verendet – schuld daran soll eine Milchpulverfabrik des Schweizer Unternehmens Nestlé sein. Der lokale Fischereiverband hat Klage gegen den Konzern eingereicht.

Örtliche Behörden erklärten vergangene Woche, das Fischsterben sei eine Folge von Sauerstoffmangel im Fluss Aisne in der Nähe des kleinen Ortes Challerange. Es sei ein Damm gebaut worden, um die Ausbreitung der Verschmutzung einzudämmen, ließen die Behörden weiter wissen.

Die CDU will wieder

In Challerange, einem 450-Einwohner-Dorf im Département Ardennes, produziert Nestlé unter anderem Milchpulver für die Kapselkaffee-Linie Dolce Gusto. Der Konzern bestätigte indirekt den Vorfall. Es habe einen "vereinzelten und unfreiwilligen Überlauf von biologischem Schlammabfluss ohne die Anwesenheit von Chemikalien" gegeben. Das Überlaufen habe insgesamt drei Stunden gedauert, so der Konzern.

Der Vorsitzende des Fischereiverbandes der Ardennen, Michel Adam, sagte gegenüber der BBC, dass der Schaden sich auf mehrere Tausend Euro belaufe. Er ergänzte:

Alles starb in einem Gebiet von sieben Kilometern Länge.

Etwa 14 Arten seien betroffen, darunter auch geschützte Arten wie Aale und Flussneunaugen. Insgesamt habe man drei Tonnen Fische aus dem Fluss gefischt.

Ich bin seit vierzig Jahren beim Verband, ich habe noch nie eine Verschmutzung dieses Ausmaßes gesehen", so Adam weiter gegenüber der BBC.

Sein Verband habe mit der Hilfe von Freiwilligen den Fluss gereinigt. Allein am vergangenen Donnerstag sei eine Tonne toter Fische geborgen worden, wie der Verband auf Facebook mitteilte. Das Sterben in der Aisne geht derweil weiter.

Nun muss sich Nestlé demnächst vor Gericht verantworten. "Wir haben eine Beschwerde gegen Nestlé Frankreich wegen Umweltverschmutzung und Verletzung von Artikel 432.2 des Umweltgesetzes eingereicht", erklärte Adam gegenüber der BBC.

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