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25 Jahre Operation "Oluja": Kroatien feiert Befreiung – Serbien spricht von Akt ethnischer Säuberung

25 Jahre Operation "Oluja": Kroatien feiert Befreiung – Serbien spricht von Akt ethnischer Säuberung
Ante Gotovina, einer der damaligen Kommandeure, hielt bei der Zeremonie am 5. August eine Rede. Er wurde vom UN-Kriegsverbrechertribunal freigesprochen, weil der Nachweis gefehlt hat, dass er damals die Vertreibung von 200.000 Serben geplant hätte. In erster Instanz war er noch verurteilt worden.
Kroatien feiert den 25. Jahrestag des entscheidenden Sieges im sogenannten Unabhängigkeitskrieg, in Serbien gedenkt man derweil der serbischen Opfer der Militäroffensive "Oluja". Bis heute haben Zagreb und Belgrad unversöhnliche Standpunkte über diese Operation.

Die Militäroffensive "Oluja" (zu Deutsch Sturm) markiert das Ende des Krieges in Kroatien, der 1991 mit dem Zerfall Jugoslawiens und der Ausrufung der Unabhängigkeit der ehemaligen Republik ausgebrochen war. Für Zagreb gilt die Operation als Symbol des Sieges und der Befreiung Kroatiens von "serbischer Okkupation", während Belgrad darin eine "geplante ethnische Säuberung" sieht.

Designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lobte Kroatien bei ihrem Besuch in Zagreb als

Am 4. August 1995 starteten die kroatischen Streitkräfte die Millitäroffensive und eroberten in nur wenigen Tagen das mehrheitlich von Serben bewohnte Gebiet nahe der kroatisch-bosnischen Grenze zurück. Im Zuge der kroatischen Unabhängigkeitserklärung 1991 hatten sich die dort seit Jahrhunderten lebenden Serben ebenfalls in einer Art Republik für unabhängig erklärt. Ihr Ziel war es, Teil des noch übrig gebliebenen Jugoslawiens (mit Serbien und Montenegro) zu werden.

Breite Unterstützung westlicher Länder für die Militäroperation

Die sogenannte Republik Serbische Krajina umfasste ungefähr ein Drittel der heutigen kroatischen Staatsfläche. International wurde das Gebiet nie anerkannt. Der politischen Führung der Krajina wurden Mord, Vertreibung und Plünderung nicht-serbischer Einwohner, vorwiegend Kroaten, vorgeworfen. Die separatistischen Bestrebungen der kroatischen Serben wurden von der damaligen politischen Führung in Belgrad massiv unterstützt.

Die Offensive "Oluja" mit etwa 120.000 Soldaten wiederum genoss breite Unterstützung westlicher Länder, allen voran der USA, aber auch der Armee aus Bosnien-Herzegowina. Im Zuge zahlreicher Prozesse vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag wurde bekannt, dass unter andrem der US-Geheimdienst CIA aktiv bei der Militäroperation auf der Seite von Zagreb mitgemischt hatte.

Die kroatische Operation hatte die Vertreibung von über 200.000 Serben und Ermordung von rund 2.000 vorwiegend serbischen Zivilisten zur Folge. Vor den anrückenden kroatischen Kräften waren die Menschen in Richtung Bosnien-Herzegowina und Serbien geflohen. Tausende serbische Häuser wurden geplündert und zerstört.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić bezeichnete die Offensive erneut als "die größte ethnische Säuberung nach dem Zweiten Weltkrieg". In Kroatien heißt es bis heute, die Menschen hätten freiwillig das Land verlassen. Sie seien stets über die Medien aufgerufen worden, zu bleiben. 

Zum ersten Mal hatte in diesem Jahr ein Vertreter der serbischen Minderheit in Kroatien an der offiziellen Feier zum Jahrestag der Militäroperation teilgenommen. Nur ein Teil der vertriebenen serbischen Bevölkerung ist bis heute nach Kroatien zurückgekehrt. Die damalige Operation hat die Bevölkerungsstruktur in der Region massiv verändert.

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