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Polen: Amtsinhaber Andrzej Duda steht knapp vor Sieg bei Präsidentenwahl

Polen: Amtsinhaber Andrzej Duda steht knapp vor Sieg bei Präsidentenwahl
Polen: Amtsinhaber Andrzej Duda steht knapp vor Sieg bei Präsidentenwahl
Bei der Präsidentenwahl in Polen führt Amtsinhaber Andrzej Duda mit knappem Vorsprung. Nach Auszählung von 99,97 Prozent der Wahlkreise hat Duda 51,2 Prozent der Stimmen erhalten, sein Herausforderer Rafał Trzaskowski knapp 48,8, so die staatliche Wahlkommission.

Lokale Medien zitierten den Kommissionsvorsitzenden Sylwester Marciniak mit den Worten, dass sich die offiziellen Ergebnisse nicht wesentlich ändern werden. Dies bedeutet, dass Duda, ein Verbündeter der regierenden rechtsgerichteten Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), mit 51,2 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde.

Dudas Gegenkandidat, der Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski, der die Mitte-Rechts-Bürgervereinigung (PO) vertritt, erhielt 48,8 Prozent der Stimmen. Nach Angaben der Staatlichen Wahlkommission betrug die Wahlbeteiligung 68,1 Prozent.

Am Wahlabend hatte es für mehrere Stunden zunächst kein eindeutiges Ergebnis gegeben. In den ersten Prognosen trennte nur ein knapper Unterschied von weniger als einem Prozentpunkt Duda von Trzaskowski. Trotzdem bezeichnete sich der amtierende Präsident in einer ersten Reaktion als Sieger. "Lang lebe Polen! Die Wahl bei einer Beteiligung von 70 Prozent zu gewinnen, ist eine außergewöhnliche Nachricht. Ich bin berührt. Danke an meine Landsleute", sagte der nationalkonservative Politiker am Wahlabend in Pultusk, etwa 60 Kilometer nördlich von Warschau.

Der 48-jährige Duda kandidierte als Verfechter konservativer Familienwerte und versprach, die von der PiS-geführten Regierung eingeführten großzügigen Wohlfahrtsprogramme aufrechtzuerhalten und auszuweiten. Unter Duda war Polen ein starker Befürworter der NATO und unterhielt enge Beziehungen zu den USA.

Die Beziehungen zur Europäischen Kommission waren in den vergangenen Jahren jedoch angespannt. Brüssel kritisierte die von der polnischen Regierung durchgeführten Reformen des Justizwesens und der staatlichen Medien. EU-Beamte haben Warschau auch wegen seiner Haltung zu LGBT-Rechten und Abtreibung kritisiert.

Aktualisierung:  Andrzej Duda hat nach dem amtlichem Endergebnis 51 Prozent der Stimmen bekommen. Für seinen Herausforderer, Warschaus Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski, stimmten rund 49 Prozent, teilte Polens Wahlkommission am Montagabend mit. Damit hat sich Duda eine zweite Amtszeit gesichert. 

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(rt/dpa)

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