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Tunnels zum Strand? Italien will mit verzweifelten Methoden Badesaison retten

Tunnels zum Strand? Italien will mit verzweifelten Methoden Badesaison retten
Symbolbild
Ein Glas Prosecco an der Strandbar, Belletristik nach dem Schwimmen und auch der lästige Kampf um die Sonnenliegen: Die Badesaison ist den Italienern heilig. In der Corona-Krise versuchen einige verzweifelte Unternehmer, den Sommer zu retten – teils mit schrägen Ideen.

In Italien blühen die Ideen, wie die Strandsaison 2020 trotz Corona-Krise gerettet werden könnte. So schlug eine Firma aus Modena vor, Boxen aus Plexiglas am Strand aufzustellen. Laut der Herstellerfirma genüge der Raum für zwei Liegestühle und einen Sonnenschirm.

"Wir bekommen die absurdesten Vorschläge, wie die Saison zu retten ist", sagte Mauro Vanni vom Verband der Badeanstalten in Rimini gegenüber der Deutschen Presse-Agentur:

Einige Firmen wollen Plexiglas-Boxen um die Sonnenliegen bauen. Andere wollen Tunnels zum Strand graben, die wir mit Desinfektionsmittel abspritzen sollen.

Dies seien aber tollkühne und unrealistische Vorschläge, erklärte Vanni. Solange man sich nicht zu nahe kommen dürfe, könne man auch den Strandurlaub vergessen: "Also, die Signora aus Deutschland mit ihrem Sonnenöl will doch nicht mit Maske und Gummihandschuhen am Strand liegen. Und Kindern kann man am Strand auch nicht beibringen, dass sie sich nicht zu nahe kommen können. Der Strand ist ein Ort, an dem man sich per se einfach nahe kommt, gemeinsam isst, lacht, Zeit verbringt".

"Wir alle hoffen, im Sommer an den Strand gehen zu können. Aber die öffentliche Gesundheit kommt als erstes", sagte Lorenza Bonaccorsi vom Tourismusministerium dem Sender Rai

Insgesamt wurden in Italien mittlerweile 165.155 Corona-Infizierte registriert (Stand: Donnerstagmorgen). Täglich sterben Hunderte Menschen. Die Ausgangsbeschränkungen gelten bis mindestens 3. Mai.  

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