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Belagerung von US-Botschaft in Bagdad vorerst beendet – Forderung nach Abzug aller US-Truppen

Belagerung von US-Botschaft in Bagdad vorerst beendet – Forderung nach Abzug aller US-Truppen
Nachdem sich die Milizen zurückzogen, herrscht angespannte Ruhe vor der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad (Bild vom 1. Januar).
Nachdem sich an Silvester die Lage im Irak zuspitzt hatte, entspannte sich die Situation am Neujahrstag. Hunderte Anhänger verschiedener Milizen und Angehörige der bei US-Luftangriffen getöteten Iraker hatten zuvor den äußeren Sicherheitsring des Botschaftsgeländes durchbrochen.

Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist fast so groß wie der Vatikan. Sie wurde nach der Invasion und Besetzung des Zweistromlands an bester Lage am Ufer des Tigris als Zeichen der Macht gebaut und beherbergte bis zum offiziellen Abzug der US-Kampftruppen im Jahr 2011 rund 16.000 Menschen.

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Demonstranten und Milizionäre greifen den Empfangsraum der US-Botschaft in Bagdad an, 31. Dezember 2019

Nach den US-Luftangriffen am Sonntag auf Stellungen der 45. und 46. Brigade der irakischen Armee verschafften sich am Dienstag hunderte uniformierte Anhänger der schiitischen Miliz Kata'ib Hisbollah Zugang in das eigentlich schwer bewachte Regierungsviertel innerhalb der sogenannten Grünen Zone. Sie durchbrachen an zwei Stellen den äußeren Sicherheitsring des Botschaftsgeländes und setzten das in der Botschaft eingeschlossene Personal unter Druck. 

Das Weiße Haus in Washington beschuldigte den Iran, hinter diesem Sturm auf die Botschaft zu stecken und warnte Teheran vor Konsequenzen. Zusätzlich wurden aus Kuwait 750 Marines auf den Weg nach Bagdad beordert, um die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Außerdem könnten weitere 4.000 Soldaten in den nächsten Tagen in den Irak entsandt werden. Das würde die Zahl der US-Truppen in dem Land beinahe verdoppeln.

Bis Mittwochabend entspannte sich die Lage aber, nachdem die al-Haschd asch-Schaʿbī oder Volksmobilmachungskräfte (PMF), die irakische Dachorganisation der meisten schiitischen Milizen, die Protestler zum Rückzug aufgefordert hat. Ihre Botschaft sei erhört worden, hieß es dazu weiter. Mit Palmwedeln säuberten die gleichen Männer, die Stunden davor noch Steine gegen die Fenster der Botschaftsgebäude schmissen, die Straße von dem Schmutz der wütenden Proteste. 

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Die eventuelle Verdopplung der US-Militärpräsenz im Irak wird den Zorn der gespaltenen Gesellschaft auf sich ziehen. Bereits bei dem Sturm auf die Botschaft wurden immer wieder Rufe laut, die den Abzug der US-Truppen forderten. Auch der schiitische Geistliche und Oppositionsführer Muqtada al-Sadr, der die Besatzer nach der Invasion mit seinen Milizen bekämpfte und sich den Hass Washingtons zuzog, ist nun bereit, seine Abneigung gegenüber den iranischen Einfluss auf den Irak auf die Seite zu stellen und mit vereinten Kräften sich für einen erneuten Abzug der US-Truppen einzusetzen.

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