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Türkischer Außenminister zu EU-Sanktionen: Die können wir nicht ernst nehmen

Türkischer Außenminister zu EU-Sanktionen: Die können wir nicht ernst nehmen
Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu zeigt sich unbeeindruckt von den neuen EU-Sanktionen.
Trotz EU-Sanktionen hat die Türkei erklärt, ein weiteres Schiff zu Erdgaserkundungen ins östliche Mittelmeer zu schicken. Von den EU-Sanktionen zeigte sich der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu ganz unbeeindruckt: Sie seien "banale Sachen".

Die Türkei will trotz EU-Sanktionen ein viertes Schiff zu Erdgaserkundungen vor die Küste Zyperns schicken.

Wir haben dort drei Schiffe, und das vierte Schiff werden wir, so Gott will, auch so bald wie möglich ins östliche Mittelmeer schicken", sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Dienstag.

Solange die Rechte der türkischen Zyprer nicht garantiert würden, werde die Türkei ihre "Aktivitäten dort weiterhin verstärken."

Der türkische Energieminister Fatih Dönmez schrieb auf Twitter, das Forschungsschiff "Oruç Reis", das zurzeit im Marmarameer seismische Untersuchungen anstelle, werde ins östliche Mittelmeer geschickt. Die Türkei hat zurzeit die Bohrschiffe "Yavuz" und "Fatih" sowie das Forschungsschiff "Barbaros Hayreddin" vor der Küste Zyperns.

Die Außenminister der EU-Staaten hatten am Montag wegen der Erdgaserkundungen Strafmaßnahmen gegen die Türkei beschlossen. Konkret sollen unter anderem EU-Gelder für die Türkei gekürzt und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen eingestellt werden.

Die Türkei zeigte sich unbeeindruckt. Çavuşoğlu sagte weiter:

Das als Sanktionen zu bezeichnen, bedeutet in Wahrheit, diese Sache zu ernst zu nehmen."

Das sei nicht nötig.

Das sind banale Sachen, die auf uns keinen Eindruck machen."

Die EU will Ankara mit den Sanktionen dazu bewegen, die Erdgassuche vor der Insel Zypern einzustellen. Die Türkei vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen sie aktiv ist, zu ihrem sogenannten Festlandsockel gehören.

Die Türkei hatte den Nordteil der Insel im Jahr 1974 besetzt, nachdem pro-griechische Rechtsradikale einen Putsch angezettelt hatten, der jedoch schnell wieder zusammenbrach. Ankara will mit den Bohrungen auch die Anteile der türkischen Zyprer am Erdgasgeschäft sichern.

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Die überwiegend griechische Republik Zypern, die den Südteil der Insel kontrolliert, hatte ohne Absprache mit der Türkei oder den türkischen Zyprioten angefangen, die Verteilung der Gasfelder vorzunehmen, was Ankara als Provokation wahrnahm.

(dpa/rt deutsch)

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