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Gummigeschoss in den Rücken: Jürgen Todenhöfer in Gaza von israelischem Soldaten beschossen

Gummigeschoss in den Rücken: Jürgen Todenhöfer in Gaza von israelischem Soldaten beschossen
Todenhöfer bei der Demonstration am Freitag
Der Publizist Jürgen Todenhöfer demonstrierte am Freitag an der Grenze des Gazastreifens zu Israel, um die Israelis zu einer besseren Behandlung der Palästinenser aufzufordern. Dann wurde er von einem israelischen Gummigeschoss am Rücken getroffen.

Der Publizist und frühere Politiker Jürgen Todenhöfer ist am Freitag bei Protesten an der Grenze des Gazastreifens zu Israel von einem Gummigeschoss der israelischen Armee in den Rücken getroffen worden. Ein auf Facebook veröffentlichtes Video Todenhöfers zeigt ihn beim Demonstrieren an der im Hintergrund deutlich erkennbaren israelischen Grenze.

Israelischer Luftangriff auf den Gazastreifen am 4. Mai

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete trägt dabei ein Plakat, auf dem auf Englisch geschrieben steht:

Liebe Israelis, bitte behandelt die Palästinenser so, wie Ihr behandelt werden wollt!

Todenhöfer schrieb am Freitagabend, er habe sich einige hundert Meter vor der Grenze von dieser weggedreht. Daraufhin habe ihm ein israelischer Soldat in den Rücken geschossen. Todenhöfer weiter: 

In keinem Rechtsstaat der Welt wird man wegen eines so versöhnlichen Satzes beschossen. So kann das nicht weitergehen.

Im dem Video ist zu sehen, wie der 78-jährige Todenhöfer mit seinem Plakat zwischen palästinensischen Demonstranten umherläuft, unter ihnen Frauen und Kinder. Etwa bei Minute 5:20 schreit er kurz auf, die Bilder sind verwackelt, nach einigen Sekunden hört man ihn auf Englisch sagen: "Es ist nichts, alles in Ordnung."

Die israelische Armee teilte am Sonntag nach einer Prüfung des Vorfalls mit, etwa 6.500 Menschen hätten sich am Freitag zu Protesten am Grenzzaun versammelt. Die Demonstranten hätten Sprengsätze und Steine geworfen und versucht, den Grenzzaun zu beschädigen.

Einige Verdächtige hätten kurzzeitig die Grenze überquert. Die Soldaten hätten in Übereinstimmung mit ihren Vorschriften das Feuer eröffnet: 

Wir betonen, dass die israelische Armee nicht absichtlich auf Journalisten oder Sanitäter schießt.

Scharfe Munition werde nur als letzter Ausweg eingesetzt. Die Armee warf der im Gazastreifen regierenden Hamas vor, Zivilisten bewusst in die Gefahrenzone zu bringen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden bei den Zusammenstößen am Freitag 46 Palästinenser durch Schüsse verletzt.

In einem Video vom Sonntag bezeichnete Todenhöfer die Demonstration als "äußerst friedlich". Er hielt das auf ihn abgefeuerte Gummigeschoss in die Höhe und erklärte, den Vorfall vom Freitag nicht hochspielen zu wollen, weil er nur leicht verletzt worden sei – er habe eine leichte Verletzung am Rücken, die ihn nur beim Schlafen behindere –, aber hunderte Menschen aus Gaza seien durch diese Geschosse schwer verletzt, einige sogar getötet worden.

Seit Ende März 2018 sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums des abgeriegelten Gazastreifens bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten mehr als 280 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden. Israel wurde wiederholt aus dem Gazastreifen mit Raketen beschossen und reagierte darauf meist mit Luftangriffen.

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