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Als Reaktion auf Raketenbeschuss: Israel bombardiert den Gazastreifen

Als Reaktion auf Raketenbeschuss: Israel bombardiert den Gazastreifen
Symbolbild: Zwei israelische F-15 Kampfflugzeuge
Die israelischen Verteidigungskräfte haben eine Reihe von Luftangriffen gegen angebliche "Terrorziele" in Gaza gestartet, als Reaktion auf Raketenbeschuss auf die südisraelische Stadt Be'er Scheva. Zuvor hatte Israel der Hamas wegen blutiger Gegenproteste mit einer Militäroperation gedroht.

Von der israelischen Seite hieß es, ihr Angriff am frühen Mittwochmorgen sei durch nächtliches Raketenfeuer aus dem palästinensischen Gebiet auf Israels viertgrößtes Ballungsgebiet ausgelöst worden. In Be'er Scheva heulten gegen 4 Uhr morgens die Sirenen auf. Die Menschen mussten in die Luftschutzbunker. Ein Projektil schlug in der Nähe eines Wohnhauses ein, so israelische Medienberichte. Eine Mutter musste ihre drei Kinder in Sicherheit bringen: 

Bilder des beschädigten Wohnhauses: 

Der IDF zu den Angriffen: 

Schon zuvor hatte Israel der Hamas wegen blutiger Gegenproteste mit einer Militäroperation gedroht. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte am Sonntag: 

Wenn sie die Angriffe und die Gewalt gegen uns nicht stoppen, werden diese auf andere Weise gestoppt - und dies wird wehtun, sehr wehtun. 

Der Verteidigungsminister Avigdor Lieberman: 

Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir der Hamas einen Schlag versetzen müssen, der so hart wie möglich ist. 

Ein israelischer Soldat auf einem Panzer an der nördlichen Grenze zum Gazastreifen, Israel, 21.11.2012

Die Hamas habe "Gewalt an der Grenze in eine strategische Waffe verwandelt", sagte Avigdor Lieberman. Die radikalislamische Palästinenserorganisation versuche so, "unsere Standhaftigkeit abzunutzen". Die Situation an der Gaza-Grenze sei unerträglich. "Bevor man in den Krieg zieht, muss man alle anderen möglichen Optionen ausgeschöpft haben", sagte der Verteidigungsminister. "Ich glaube, dass wir in den letzten Monaten jede Anstrengung unternommen und jeden Stein umgedreht haben."

Am Freitag waren bei neuen Protesten an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen sieben Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Nach Angaben des israelischen Militärs versammelten sich rund 15.000 Palästinenser an der Grenze. Sie warfen Steine, Brandsätze und Granaten. Die Proteste begannen Ende März. Die Demonstranten fordern eine Aufhebung der Gaza-Blockade und die Möglichkeit zur Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge. Mehr als 200 Palästinenser wurden dabei getötet. 2014 lieferten sich Israel und die Hamas 50 Tage lang Kämpfe. Dabei starben 2.250 Palästinenser. Auf der israelischen Seite kamen 74 Menschen ums Leben. 

Der Verteidigungsminister ordnete die Schließung der Grenzübergänge Erez und Kerem Schalom nach Gaza und die Verkleinerung der Zone für die palästinensischen Fischer an. Die Hamas evakuierte ihr Militärhauptquartier und öffentliche Einrichtungen. Weil Israel eine Eskalation der Lage befürchtet, bleiben die Schulen in Be'er Scheva geschlossen. 

Regulär sollten die nächsten Wahlen in Israel erst im November 2019 stattfinden. Jetzt mehren sich Spekulationen um vorgezogene Wahlen. Im Wahlkampf würden Netanjahu und Lieberman mit Erziehungsminister Naftali Bennett um rechtsorientierte Wähler konkurrieren.

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