Minister: Syrische Luftverteidigung bereit zum Abschuss türkischer Kampfflugzeuge

Minister: Syrische Luftverteidigung bereit zum Abschuss türkischer Kampfflugzeuge
Die syrische Regierung hat die Türkei davor gewarnt, in der syrischen Region Afrin aus der Luft gegen die kurdische YPG-Miliz vorzugehen. Die Armee würde ihre Luftverteidigung gegen die türkische Luftwaffe einsetzen, sollte Ankara eine Offensive starten.

"Wir warnen die türkische Regierung davor, dass, sollte sie Kampfeinsätze in der Region Afrin einleiten, dies als ein Akt der Aggression gewertet würde", sagte der stellvertretende Außenminister Syriens, Faisal Meqdad, zu Reportern.

Bildquelle: YPG

Der Diplomat fuhr fort und kündigte an, dass die syrischen Streitkräfte auf alle Aktionen der türkischen Armee in der Region antworten werden.

Syrien wird auf alle feindlichen Aktionen der Türkei oder auf militärische Aktionen gegen Syrien in angemessener Weise reagieren", sagte Meqdad.

Diese Erklärung gab der Minister im Anschluss an ein Statement des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu ab, der zuvor gesagt hatte, dass Ankara in den syrischen Gebieten Afrin und Manbidsch, beide in der Provinz Aleppo gelegen, intervenieren würde. Der Minister wies in diesem Zusammenhang auf die Bedrohung der Integrität der türkisch-syrischen Grenze durch kurdische Kämpfer hin.

Türkische Truppen in Alarmbereitschaft

Unterdessen hat der türkische Generalstab Berichten zufolge seine Truppen an der Grenze zu Syrien in höchste Alarmbereitschaft versetzt und sich auf eine mögliche Operation im syrischen Kanton Afrin gegen die bewaffneten Formationen der kurdischen YPG-Miliz vorbereitet. Die Türkei hält diese für eine terroristische Organisation mit Verbindungen zur PKK. Die so genannte Kurdische Arbeiterpartei (PKK) wird in der Türkei als terroristische Vereinigung gelistet.

Seit aus dem Umfeld der US-geführten Koalition die Ausbildung einer Grenzschutztruppe aus den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) in Nordsyrien angekündigt wurde, die größtenteils aus YPG-Kräften bestehen soll, droht die Türkei mit einer Operation in Afrin.

Vorstoß der USA stößt auf breite Ablehnung

Auch Russland kritisierte die angeblichen US-Pläne. "Russland hat ernsthafte Fragen in dieser Hinsicht, vom Standpunkt der territorialen Integrität Syriens aus gesehen", sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Montag.

Wie der Pressesprecher von der US-geführten Koalition, Oberst Thomas Veale, erklärte, zielt die Ausbildung der SDF-Kämpfer darauf ab, eine 30.000 Mann starke Truppe zur Aufrechterhaltung der Sicherheit entlang der syrischen Grenzen zu schaffen. Dies hat zu scharfen Verurteilungen aus Damaskus und Ankara geführt.

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