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Nach Merkels Corona-Test: Syrer im al-Qaida-kontrollierten Idlib "bedanken" sich mit Graffiti

Nach Merkels Corona-Test: Syrer im al-Qaida-kontrollierten Idlib "bedanken" sich mit Graffiti
Angela Merkel hat Fans in Syrien. Die Nachricht über ihren negativ verlaufenen Corona-Test bewog Hobbymaler nun, ein Abbild der deutschen Kanzlerin an die Wand einer Ruine zu pinseln – in einem Ort in der von Islamisten kontrollierten Provinz Idlib.

Nach dem negativen Corona-Test der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel haben ihr zwei Graffiti-Künstler aus der immer noch weitgehend von islamistischen Terrormilizen kontrollierten Provinz Idlib im Nordwesten des Landes ein überlebensgroßes, kitschig anmutendes Porträt gewidmet.

In einem Hospital in Damaskus zieht ein Krankenhausmitarbeiter eine Schutzmaske über. Nach neun Jahren Krieg könnte das Coronavirus das Land nun doch noch in die Knie zwingen.

Zu sehen ist auf der Wand eines zerstörten Hauses die Kanzlerin in einem blauen Blazer, in ihrer Hand hält sie ein stilisiertes Herz, auf dem der Name des Ortes steht, in dem sich die Ruine befindet. Hinter ihrem Kopf weht eine Flagge der sogenannten syrischen Opposition. Dazu schrieben die Künstler in holprigem Deutsch:

Frau Merkel, Ihr Wohlergehen freute uns in Idlib.

Die deutsche Nachrichtenagentur dpa, die Idlib ausdauernd als "Rebellenprovinz" tituliert, zitierte einen der bildenden Künstler mit der Aussage:

Jetzt haben wir Merkel gezeichnet, die viele Flüchtlinge aufgenommen hat, nicht nur Syrer, und sie so gut behandelt hat, als wären sie Einheimische. Als nach dem Corona-Test feststand, dass sie gesund ist, haben wir ihr die Botschaft geschickt, dass wir in Idlib froh sind. Wir danken ihr.

Idlib gehört zu den letzten Regionen Syriens, die noch nicht wieder unter Kontrolle der Regierung stehen. Die deutsche Regierungschefin trägt mit ihrem Festhalten an den Sanktionen gegen Syrien zu der schwierigen humanitären Situation im Land und dem nur langsam verlaufenden Wiederaufbau bei.

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