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Indonesien: Kinderrechtsbeauftragte empört mit Behauptung, Frauen könnten im Pool schwanger werden

Indonesien: Kinderrechtsbeauftragte empört mit Behauptung, Frauen könnten im Pool schwanger werden
Symbolbild
Eine Kinderrechtsbeauftragte in Indonesien warnte Frauen, sie würden eine Schwangerschaft riskieren, wenn sie im selben Pool wie Männer schwimmen würden. Die Behauptung stieß in der Öffentlichkeit auf große Resonanz und Heiterkeit, einige Ärzte zeigten sich empört.

Die indonesische Kinderrechtsbeauftragte Sitti Hikmawatty behauptete letzte Woche in einem Interview, Frauen könnten bereits schwanger werden, wenn sie lediglich im selben Pool wie Männer schwimmen  – ganz unabhängig vom Chlorgehalt des Wassers oder von der Art der Badebekleidung. Es gebe bestimmte Arten von Spermien, die sehr stark sind. Auch ohne direkten Sexualverkehr könne eine Frau dann schwanger werden.

Wenn sich eine Frau in ihrer fruchtbaren Phase befindet, kann dies passieren. Niemand weiß, wie Männer in Schwimmbädern auf Frauen reagieren", sagte Hikmawatty.

Inzwischen widerrief sie ihre Behauptung: "Ich entschuldige mich bei der Öffentlichkeit für die falsche Aussage", so Hikmawatty. "Diese Erklärung war meine persönliche Behauptung und keine der indonesischen Kinderschutzkommission KPAI".

Hikmawatty ist eines von neun weiteren Mitgliedern der KPAI, die mit der Überwachung, Förderung und dem Schutz der Kinderrechte beauftragt ist. Auf der Webseite der Organisation heißt es, sie habe umfangreiche Qualifikationen und Erfahrungen in den Bereichen Kindergesundheit, Ernährung und frühkindliche Bildung. Am Freitag sagte Frau Hikmawatty gegenüber indonesischen Medien, dass sogar junge Mädchen "indirekt" schwanger werden könnten:

Wenn eine Frau in der Lage ist, Eizellen zu produzieren, und Männer Sperma produzieren können und sich beide irgendwie treffen – ob direkt oder indirekt –, kann es zu einer Schwangerschaft kommen.

Mehrere indonesische Ärzte wiesen anschließend darauf hin, dass es unmöglich ist, in einem Schwimmbad schwanger zu werden. Auch im Internet wurde über die Aussagen der Beamtin gelacht: So hat der Künstler KomikFaktap auf Twitter ein Bild gepostet, das eine Anspielung auf Steven Spielbergs Film "Der weiße Hai" darstellt. Anstatt eines weißen Hais, der aus den Tiefen des Ozeans auftaucht, schwimmt ein Schwarm von Spermien auf eine ahnungslose Schwimmerin zu. Der Orignialtitel des Films "Jaws" wurde von ihm durch "Awas" ersetzt (zu Deutsch: "Achtung").

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