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Sri Lanka: Zahl der Todesopfer steigt auf über 200 - mehr als 500 Verletzte

Sri Lanka: Zahl der Todesopfer steigt auf über 200 - mehr als 500 Verletzte
Eine Statue der Jungfrau Maria, die in zwei Teile gebrochen ist, steht vor dem St. Antonius Schrein, Kochchikade Kirche nach einer Explosion in Colombo.
In Sri Lanka ereigneten sich am 21. April während der Osterfeierlichkeiten acht Explosionen in verschiedenen Hotels und Kirchen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 215, mehr als 500 Menschen wurden verletzt.

Bei einer verheerenden Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Hotels sind am Ostersonntag in Sri Lanka mehr als 210 Menschen getötet worden sein.

Berichten zufolge ist die Zahl der Todesopfer auf 207 gestiegen. Das gab ein Polizeisprecher am Sonntag bekannt. Nach seinen Angaben wurde die Attacke auf die Kirche in Negombo vermutlich von einem Selbstmordattentäter ausgeführt.

Während die Deutsche Presse-Agentur von zwölf Ausländern berichtet, schreibt die Nachrichtenagentur Agence France-Press unter Berufung auf Strafverfolgungsbehörden von mindestens 35 Ausländern unter den Toten.

Es gab mindestens acht Detonationen, darunter drei in Kirchen und drei weitere in Luxushotels. Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene sprach von einer "terroristischen Attacke" und machte Extremisten für die Bluttaten verantwortlich. Die Verantwortlichen seien identifiziert, sagte er. Er verhängte eine landesweite Ausgangssperre bis zum frühen Montagmorgen.

St.-Antonius-Kirche in Colombo, Sri Lanka.

Bei den Kirchen handelte es sich um die Sankt-Antonius-Kirche in der Hauptstadt Colombo, die Sankt-Sebastians-Kirche im rund 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernten Negombo sowie die Zionskirche in Batticaloa, rund 250 Kilometer östlich von Colombo. In den Gotteshäusern fanden zum Zeitpunkt der Anschläge Ostermessen statt. Dort gab es die meisten Opfer.

Außerdem gab es Explosionen in den 5-Sterne-Hotels Shangri-La, Cinnamon Grand und Kingsbury in Colombio. Dort sollen auch Ausländer verletzt worden sein. Später wurde eine siebte Explosion in einem kleinen Hotel in einem Vorort der Hauptstadt Colombo mit zwei Toten gemeldet. Eine achte Explosion ereignete sich am Nachmittag (Ortszeit) in einer Wohngegend in Dematagoda, einem anderen Vorort Colombos.

Die Explosionen in den Kirchen und Luxushotels fanden fast zeitgleich statt. Die erste wurde aus der Kirche in Colombo gemeldet, die übrigen fünf alle innerhalb von 30 Minuten.

Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen. Staatspräsident Maithripala Sirisena sagte, die Streitkräfte und die Polizei gingen der "Verschwörung" auf den Grund. Die Oberbefehlshaber der Streitkräfte trafen mehrere Minister zu einer Krisensitzung.

Woher die mindestens zwölf getöteten Ausländer stammten, war zunächst unklar. Laut der britischen Zeitung The Independent seien unter den Toten Menschen aus Großbritannien, den Niederlande und den USA.

Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolou sollen unter den Toten zwei Türken sein. Der chinesischen Agentur Xinhua zufolge wurden mindestens vier Chinesen verletzt, ihr Zustand wird als stabil eingestuft.

Mittlerweile bestätigte der niederländische Außenminister Stef Blok, dass unter den Opfern der Anschläge in Sri Lanka auch ein Niederländerin ist. Die 54-Jährige sei bei einer Explosion im Cinnamon Grand Hotel in der Hauptstadt Colombo getötet worden, erklärte ein Ministeriumssprecher.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa teilte mit, dass keine russischen Bürger getötet oder verletzt wurden. Sie forderte alle auf der Insel befindlichen Russen auf, die von der russischen Botschaft in Sri Lanka in sozialen Netzwerken veröffentlichten Informationen zu verfolgen.

Sieben Verdächtige sind festgenommen worden. Das teilte der Minister für Wirtschaftsreformen Harsha de Silva am Sonntag mit und berief sich dabei auf das Verteidigungsministerium.

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