Nach Mord auf den Philippinen: Ex-US-Soldaten als Auftragskiller verurteilt

Nach Mord auf den Philippinen: Ex-US-Soldaten als Auftragskiller verurteilt
Symbolbild: US-Marinesoldat, Kalifornien, USA, 1. September 2015.
Ein ehemaliger Scharfschütze der US-Armee und zwei Ex-Soldaten wurden am Mittwoch wegen Mordes verurteilt. Sie sollen 2012 einen Auftragsmord an einer Immobilienmaklerin auf den Philippinen begangen haben. Das Ende eines "Falls wie aus einem Actionfilm".

Den Auftrag zum Mord soll Paul Le Roux, ein Verbrecherboss mit internationalem Ruf, erteilt haben. Das Motiv: Er glaubte, dass ihn eine Maklerin bei einem Geschäft betrogen hatte. Drei US-amerikanische Auftragskiller sollen die Immobilienmaklerin daraufhin getötet haben. Der ehemalige Sergeant aus Kentucky, Joseph Hunter, und die Ex-Soldaten Adam Samoa und Carl David Stillwell wurden am Mittwoch des Mordes für schuldig befunden. 

US-Staatsanwalt Geoffrey S. Berman

Dieser erschreckende Real-Life-Mordfall enthielt Details, die normalerweise in Actionfilmen zu sehen sind. Hunter, Samia und Stillwell haben sich verschworen, um das Leben von Menschen in Übersee zu beenden, denen sie nie begegnet sind. 

Gedenken an das Massaker von My Lai Massaker, Vietnam, 16. März 2018.

Hunter rekrutierte der gerichtlichen Sachverhaltsfeststellung zufolge die beiden anderen Mittäter, stellte Feuerwaffen und Schalldämpfer zur Verfügung und versprach ihnen Zahlungen in Höhe von je 35.000 US-Dollar. Zunächst gaben sich Samoa und Stillwell als Klienten der Immobilienmaklerin aus. Dann töteten sie die Maklerin durch Schüsse ins Gesicht. Die Festnahme der Verdächtigen erfolgte 2015 in den USA. Die Verteidiger der drei mutmaßlichen Täter hatten immer wieder versucht darauf hinzuweisen, dass es an Beweisen fehle. Le Roux kooperierte jedoch mit den Behörden und machte so das Urteil möglich. Hunter saß bereits vor dem Prozess wegen Mordplänen gegen einen Bundesagenten in Haft.

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