Hoher Besuch bei den Winterspielen: Kim Jong-uns Schwester wird unter den Zuschauern sein

Hoher Besuch bei den Winterspielen: Kim Jong-uns Schwester wird unter den Zuschauern sein
Kim Jong-un und seine Schwester Kim Yo-Jong, Pjöngjang, Nordkorea, 13. April 2017.
Kim Yo-Jong wird am Freitag im Tross einer hohen Delegation Nordkoreas in Südkorea eintreffen. Sie gilt als Vertraute ihres Bruders. Es wird vermutet, dass sie als Botin einer Nachricht ihres Bruders in den Süden entsandt wird.

An diesem Freitag findet die Eröffnung der Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang statt. Im Vorfeld hatten sich Süd- und Nordkorea auf eine gemeinsame weibliche Hockeymannschaft geeinigt, eine nordkoreanische Delegation sowie die Einreise nordkoreanischer Künstler. Heute wurde bekannt, dass neben dem Vorsitzenden des Präsidiums des Parlaments, Kim Yŏng-nam, auch seine Schwester Kim Yo-Jong in den Süden reisen wird. 

In der Öffentlichkeit tauchte die Schwester des nordkoreanischen Regierungsoberhaupts immer wieder bei Exkursionen und Veranstaltungen der Partei auf. Sie soll auch seine öffentlichen Auftritte und Reisen mitplanen sowie Reden für ihn schreiben. Als jüngstes Kind Kim Jong-ils wurde sie am 26. September 1987 geboren. Die Mutter war die dritte Frau des verstorbenen Regierungsoberhaupts Nordkoreas. In der Schweiz in Bern ging sie auf eine Privatschule und nutzte hier einen falschen Namen. Es war die gleiche Schule, auf die Kim Jong-un gegangen war. Im Jahr 2000 kehrte sie nach Nordkorea zurück, um ein Informatikstudium zu beginnen. 

Im Laufe der Jahre fielen Kim Yo-Jong wichtigere Posten zu. Als ihr Bruder im Oktober 2014 zeitweise nicht in der Lage war zu regieren und sich einer medizinischen Behandlung unterzog, soll sie viele seiner Funktionen übernommen haben. In Südkorea gibt es Spekulationen, dass Kim Yo-Jong Nachrichten ihres Bruders im Bezug auf das Nuklearprogramm und Beziehungen zu Südkorea überbringen wird. Während sie mit der Begründung von Menschenrechtsverletzungen unter die erteilten Sanktionen fällt, steht sie nicht auf der schwarzen Liste des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Die Einreise von Choe Hwi, Vorsitzender des nationalen Sportskomitees Nordkorea,  bereitet Südkorea aber Kopfschmerzen, denn dieser steht auf der Liste des UNSC. Sein Besuch würde internationale Sanktionen verletzen. 

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