Chinesen sollen Macron lesen und verstehen lernen

Chinesen sollen Macron lesen und verstehen lernen
Emmanuel Macron vermarktet sein Buch "Revolution", Saint-Pierre-des-Corps, Frankreich, 10. Februar 2017.
Zeitgleich mit dem Besuch Macrons in China wird auch sein Buch "Revolution" in chinesischer Sprache herausgegeben. In seiner Neujahrsansprache forderte Macron ein starkes Europa ein, welches es mit China aufnehmen kann. China hofft, dass sich Macron für einen Dialog mit Nordkorea ausspricht.

Herausgeber der chinesischen Version von Macrons Buch sind das "Sichuan People`s Publishing House" gemeinsam mit dem "Hachette-Phoenix Culture Development (Beijing)". In Frankreich wurde das Buch erstmalig im November 2016 vorgestellt. In den ersten sechs Monaten verkauften sich 200.000 Exemplare. Verkäufe in 20 Länder folgten. Die chinesische Version enthält ein Extrakapitel mit Macrons Rede zu seinem Amtsantritt. Im Buch lobt Macron die Verbindungen zwischen Frankreich und China: 

Chinesische Regierungsführer haben nie die Tatsache vergessen, dass Frankreich die erste große westliche Macht war, die vollständige diplomatische Beziehungen mit China ins Leben gerufen hat."

Symbolbild: Ein Souvenir mit Portraits chinesischer Staatsmänner: Mao Zedong (oben links), Deng Xiaoping (oben rechts), Jiang Zemin (unten links), Hu Jintao (unten rechts) und der aktuelle Präsident Xi Jinping (mitte).

Der Aufenthalt Macrons in China ist für drei Tage geplant. Es ist sein erster Staatsbesuch in China. Eine erste Begegnung mit Xi Jinping gab es im Rahmen des G20-Gipfels im Juli vergangenen Jahres. Macron forderte in seiner Neujahrsrede ein stärkeres Europa, welches es mit China und den USA aufnehmen kann. Themen der Zusammenkunft zwischen Xi Jinping und Emmanuel Macron sind Nordkorea und Syrien. 

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Chuang: 

Wir hoffen, dass der Besuch helfen wird, das politische Vertrauen und die strategische Kommunikation zwischen beiden Seiten zu verbessern."

China will in Frankreich einen verlässlichen Partner, der sich gegen die aggressive Linie Trumps zu Nordkorea stellt und sich für Dialog und Diplomatie einsetzt. Frankreichs Interesse guter chinesischer Verbindungen sind von ökonomischer Art. Im Rahmen von Macrons Besuchs wird ein französisch-chinesischer Investmentfonds bekannt gemacht. Die historische chinesische Stadt Xi'an soll für Macron zur Bühne werden. Ein geschichtsträchtiger Ort der Seidenstraße, in dem Macron die chinesisch-französische Vergangenheit bis hin zur Gegenwart darlegen wird. Macron will teilhaben an einem wachsenden China und die heimische Wirtschaft aus der Misere führen. Ihn begleiten Wirtschaftsvertreter französischer Firmen.