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Armenien und Aserbaidschan vereinbaren Waffenruhe in Bergkarabach

Armenien und Aserbaidschan vereinbaren Waffenruhe in Bergkarabach
Armenien und Aserbaidschan vereinbaren Waffenruhe in Bergkarabach
Armenien und Aserbaidschan haben sich in der Nacht zum Samstag unter der Vermittlung Russlands auf eine Waffenruhe im Konflikt in der Südkaukasusregion Bergkarabach geeinigt. Der Waffenstillstand soll am Samstagmittag in Kraft treten. Das ist aber nur der erste Schritt.

Nach den schwersten Kampfhandlungen seit Jahren in der südkaukasischen Region Bergkarabach haben sich Armenien und Aserbaidschan unter der Vermittlung Russlands auf eine Waffenruhe geeinigt. Das russische Ministerium veröffentlichte in der Nacht zum Samstag eine entsprechende Erklärung dazu.

Die Verhandlungen zwischen dem russischen Außenminister Sergei Lawrow und seinen Amtskollegen aus Armenien und Aserbaidschan, Sohrab Mnazakanjan und Dscheichun Bairamow, fanden hinter verschlossenen Türen statt und dauerten mehr als zehn Stunden. Danach teilte Lawrow mit, die Waffenruhe werde am 10. Oktober um 12 Uhr (Ortszeit) in Kraft treten. Sie solle dazu genutzt werden, um Kriegsgefangene und andere inhaftierte Personen auszutauschen und die Körper toter Soldaten in ihre Heimat zu überführen. Weitere Details des Waffenstillstandes sollten zusätzlich vereinbart werden. Grundlegende Friedensverhandlungen solle es unter Führung der sogenannten Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geben. Die Gruppe wird von Russland, den USA und Frankreich angeführt, die in dem Konflikt vermitteln.

Am Morgen des 27. September hatte Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan erklärt, dass die aserbaidschanischen Streitkräfte eine Offensive gegen die international nicht anerkannte Republik Arzach (bis 2017 Republik Bergkarabach) gestartet hätten. Aus dem Verteidigungsministerium in Baku verlautete hingegen, die armenischen Streitkräfte hätten aserbaidschanische Armeestellungen und Ortschaften unter Beschuss genommen. Die Behörden der Republik Arzach gaben bekannt, dass unter anderem die Hauptstadt Stepanakert unter Beschuss geraten sei. In dem international nicht anerkannten Staat wurde der Kriegszustand ausgerufen und die allgemeine Mobilmachung angeordnet. Später traf auch Armenien die gleichen Maßnahmen. Russland und viele westliche Länder riefen die Konfliktparteien zu einem Waffenstillstand auf. Die Türkei machte dagegen Armenien für die Eskalation verantwortlich und sicherte Aserbaidschan jede Unterstützung zu.

Der Konflikt war ursprünglich im Februar 1988 ausgebrochen, als die Autonome Oblast Bergkarabach mit überwiegend armenischer Bevölkerung ihre Loslösung von Aserbaidschan angekündigt hatte. Im Laufe der bewaffneten Auseinandersetzungen, die von 1992 bis 1994 dauerten, verlor Baku die Kontrolle über Bergkarabach und sieben Anrainergebiete. Im Jahr 1994 unterzeichneten Aserbaidschan, Armenien und die Republik Bergkarabach unter Vermittlung der Russischen Föderation ein Protokoll über einen Waffenstillstand. Trotzdem kam es wiederholt zu Kampfhandlungen.

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