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Afghanistan: Hoffnungen auf Waffenruhe zum Fest des Fastenbrechens Eid al-Fitr

Afghanistan: Hoffnungen auf Waffenruhe zum Fest des Fastenbrechens Eid al-Fitr
Afghanische Jungen fahren im Kofferraum eines Autos während des Eid al-Fitr, dem muslimischen Fest zum Ende des heiligen Fastenmonats Ramadan in der Provinz Laghman in Afghanistan, 24. Mai 2020.
Sowohl Präsident Ghani als auch die Taliban haben kurz vor Ende des Fastenmonats Ramadan für das Fest Eid al-Fitr eine dreitägige Waffenruhe angekündigt. Seit der US-Invasion vor fast zwanzig Jahren hat es eine Pause der Kämpfe gegeben - ebenfalls zum Fest des Fastenbrechens.

Zum Ende des Ramadans sollen die Waffen in Afghanistan für drei Tage schweigen. Das haben die Taliban angekündigt, auch die Regierungstruppen sollen die Waffenruhe einhalten.

Der amerikanische Afghanistan-Gesandte Zalmay Khalilzad sprach von einer "wichtigen Chance" für den Friedensprozess. Diese dürfe nicht ungenutzt verstreichen, mahnte er am Samstag auf Twitter und forderte, nun müssten sofort die nächsten Schritte eingeleitet werden: die Freilassung von Taliban-Gefangenen, eine Reduzierung der Gewalt und die Terminierung innerafghanischer Friedensverhandlungen.

Präsident Aschraf Ghani begrüßte die Ankündigung der Taliban. Er habe die afghanischen Streitkräfte angewiesen, der Waffenruhe zu folgen und sich nur gegen Angriffe zu verteidigen, schrieb Ghani auf Twitter. Am Sonntag kündigte Ghani an, seine Regierung wolle die Freilassung gefangener Talibankämpfer beschleunigen. Er forderte die Taliban in seiner Botschaft zum Eid-Fest ihrerseits auf, alle ihre Gefangenen freizulassen.

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In der östlichen Provinz Laghman wurden am Sonntag nach Regierungsangaben vier Zivilisten durch Mörserbeschuss getötet. Weitere sieben wurden verletzt, wie ein Sprecher des Provinzgouverneurs mitteilte. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden.

Der Konflikt in Afghanistan drohte nach einer Anschlagsserie jüngst zu eskalieren. Ghani hatte nach Anschlägen auf eine Klinik sowie eine Trauerfeier mit Dutzenden Toten am 12. Mai erneute Offensiven angekündigt. Die Taliban interpretierten dies als Kriegserklärung. Zum Anschlag auf eine Geburtsklinik hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

Am 29. Februar hatten die USA mit den Taliban ein Abkommen unterzeichnet, das den fast zwei Jahrzehnte währenden Krieg in Afghanistan beenden soll. Es sieht einen schrittweisen Abzug internationaler Truppen vor. Die Regierung in Kabul war nicht daran beteiligt, weil die Taliban direkte Gespräche mit ihr abgelehnt hatten. Die Vereinbarung sieht einen Gefangenenaustausch vor und soll den Weg für Friedensgespräche ebnen. Die afghanische Regierung hatte die Freilassungen Anfang Mai gestoppt.

Der Feiertag Eid al-Fitr markiert das Ende des muslimischen heiligen Fastenmonats Ramadan. Seit der US-Invasion in Afghanistan im Jahr 2001 gab es nur eine Pause der Kämpfe – einen dreitägigen Waffenstillstand zwischen den Taliban und Kabul, ebenfalls zum Fest des Fastenbrechens, im Jahr 2018.

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(dpa/ rt deutsch)

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