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Aufgedeckt: US-gestützte venezolanische Opposition veruntreut humanitäre Hilfsgelder für Luxusgüter

Aufgedeckt: US-gestützte venezolanische Opposition veruntreut humanitäre Hilfsgelder für Luxusgüter
In arger Bedrängnis: Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó hält eine Pressekonferenz nach Korruptionsvorwürfen gegen mehrere seiner Vertrauten in Caracas, Venezuela, 17. Juni 2019
Millionen von Dollar, die für "Freiheit und Demokratie" in Venezuela gesammelt worden sind, wurden in Kolumbien von Vertrauten des US-gestützten Oppositionsführers Juan Guaidó für Luxushotels und Designerkleidung veruntreut. Guaidó bestätigte die Vorwürfe und versprach Aufklärung.

Im Januar erklärte sich der Oppositionsführer Juan Guaidó selbst zum Interimspräsidenten Venezuelas. Die USA, die EU und mehrere rechtskonservative Regierungen in Lateinamerika erkannten Guaidó als Präsidenten Venezuelas an. Die Mehrheit der internationalen Weltgemeinschaft, über 120 Länder, darunter Russland und China, stehen jedoch weiterhin hinter dem gewählten Präsidenten Nicolás Maduro. Alle Versuche der Opposition, die Macht an sich zu reißen, scheiterten bisher. Auch das Militär steht weiter an der Seite Maduros. 

Mehrere von Guaidós Vertrauten wurden nun vom kolumbianischen Geheimdienst dabei erwischt, wie sie US-Hilfsgelder veruntreuten. Dies belegen geleakte Dokumente, die von PanAm Post veröffentlicht wurden. Die Gelder wurden im Rahmen des Benefizkonzerts "Venezuela Aid Live" gesammelt, welches der Milliardär Richard Branson im Februar 2019 organisiert hatte.

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Demnach sollen der regionale Koordinator der Partei Guaidós, Kevin Rojas, und die Stabschefin des selbsternannten "Interimspräsidenten", Rossana Barrera, Hunderttausende von US-Dollar in bar für exklusive Hotelübernachtungen, Designerkleider, Alkohol, Fahrzeuge und andere Dinge ausgegeben haben. Rojas und Barrera behaupteten wiederum, das Geld für sieben Hotels für Überläufer ausgegeben zu haben.

Aber stattdessen zeigen Belege, dass die beiden 125.000 US-Dollar für Luxusgüter verbrauchten, darunter allein 40.000 Dollar im April. Im Mai setzte ein Hotel 65 Überläufer sowie deren Familien vor die Tür, da mehr als 20.000 Dollar an Rechnungen nicht bezahlt worden sind. Juan Guaidó bestätigte die Vorwürfe. Er versprach Aufklärung und beauftragte den Hilfskoordinator Lester Toledo, sich an den Ermittlungen in Kolumbien zu beteiligen. 

Der Gesandte Guaidós, Humberto Calderón Berti, beantragte am Dienstag eine "formelle Untersuchung in Zusammenhang mit den angeblichen Unregelmäßigkeiten." Zusätzlich zu den veruntreuten Hilfsgeldern wurde Lebensmittelhilfe aus den USA nicht ausgeteilt. 60 Prozent dieser verrottete und musste entsorgt werden.

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Das volle Ausmaß des Skandals ist bislang nicht bekannt. Der PanAm Post liegen weitere Dokumente vor, die bisher nicht veröffentlicht wurden. Die Unterstützung der USA für Guaidó ist ungebrochen. Am Dienstag erklärte der US-Vizepräsident Mike Pence, dass die USA ihr Engagement für den Interimspräsidenten verdoppeln und somit das "venezolanische Volk in seinem Kampf für Freiheit" unterstützen werden. 

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