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500 Jahre nach Eroberung: Mexiko will von Spanien und Papst Entschuldigung

500 Jahre nach Eroberung: Mexiko will von Spanien und Papst Entschuldigung
Massaker von Cholula, Oktober 1519
Mexikos Präsident hat sich in einem Brief an den spanischen König und den Papst gewandt und diese aufgefordert, sich für die Eroberung seines Landes durch die Spanier vor 500 Jahren zu entschuldigen. Spanien will von einer Entschuldigung nichts wissen.

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat den König Spaniens und den Papst in Briefen darum gebeten, sich für die spanische Eroberung und Unterwerfung indigener Völker im 16. Jahrhundert zu entschuldigen. Es habe sich um eine Invasion gehandelt, während der willkürlich die Völker unterworfen worden seien, sagte er in einer Video-Botschaft, die am Montag in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde.

Er habe die Briefe an Papst Franziskus und König Felipe VI. gesendet, damit die Missstände beachtet würden und die betroffenen Völker eine Entschuldigung für die Verletzung der Menschenrechte erhielten. Mit der Eroberung sei den indigenen Völkern eine fremde Kultur oktroyiert worden. Es gelte, sich zu entschuldigen und die Versöhnung zu suchen.

Die spanische Eroberung sei mit Schwert und Kreuz erfolgt, sagte der Linkspolitiker. Er hoffe, dass das Jahr 2021 ein Jahr der "historischen Aussöhnung" werde. Im Jahr 2021 jähren sich gleich drei für die Geschichte Mexikos wichtige Ereignisse. Vor 500 Jahren (1521) fiel die damalige Azteken-Hauptstadt Tenochtitlán an die Spanier, die im Jahr 1321 gegründet worden war. Auf ihren Ruinen bauten die Spanier die heutige mexikanische Hauptstadt Mexiko-Stadt.

Im Jahr 1821 erlangte Mexiko dann seine Unabhängigkeit. Dies sei die Zeit, sich zu versöhnen, sagte der Präsident. "Aber zuerst bitten wir um eine Entschuldigung." Er werde sich ebenfalls für Verbrechen an indigenen Völkern und anderen Minderheiten nach der Unabhängigkeit Mexikos von Spanien entschuldigen.

Die spanische Regierung lehnte eine Entschuldigung ab. Der Inhalt des Briefs werde völlig zurückgewiesen, hieß es in einer Mitteilung. Die Regierung bedauere, dass der Inhalt des Briefs von López Obrador selbst öffentlich gemacht worden sei. Das Schreiben war demnach bereits am 1. März bei der spanischen Regierung eingegangen.

Die Ankunft der Spanier vor 500 Jahren könne aus zeitgenössischer Sicht nicht beurteilt werden, hieß es in der Erklärung. "Unsere Brudervölker haben es immer verstanden, unsere gemeinsame Vergangenheit gemeinsam zu lesen, ohne Zorn und mit einer konstruktiven Perspektive", heißt es in der Erklärung Madrids.

(rt deutsch/dpa)

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