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Türkei steht zu Maduro und kritisiert: USA mischten sich wiederholt in Venezuela ein

Türkei steht zu Maduro und kritisiert: USA mischten sich wiederholt in Venezuela ein
Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro (r.) und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan trafen sich am dritten Dezember 2018 in Caracas.
Der türkische Außenminister hat am Donnerstag den Putschversuch Washingtons gegen Venezuelas Präsidenten Beschreibung Nicolás Maduro kritisiert. Seiner Meinung nach haben sich die USA wiederholt in die Innenpolitik Venezuelas eingemischt.

"Die USA und einige lateinamerikanische Länder haben wiederholt in die inneren Angelegenheiten Venezuelas eingegriffen", kritisierte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu im Interview mit dem Nachrichtensender A Haber.

Der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino (M.) nach der Ankunft von zwei russischen Tupolew-Tu-160-Überschall-Bomberflugzeugen am 10. Dezember 2018 in Venezuela

Am Mittwoch erkannte US-Präsident Donald Trump den venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaidó als Interimspräsidenten des Landes an. Damit leitete die US-Regierung die bedeutendste Eskalation zwischen Washington und Venezuela während der der Präsidentschaft von Nicolás Maduro ein.

Çavuşoğlu sagte, es sei "sehr merkwürdig", dass der Führer der Nationalversammlung Venezuelas sich kurzerhand zum Interimspräsidenten erklären konnte, obwohl das Land einen gewählten Präsidenten hat.

Der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalın erklärte auf Twitter, dass Erdoğan Maduro Donnerstag anrief, um wie sein Außenminister seine Unterstützung für den venezolanischen Präsidenten zu bekunden.

"'Bruder Maduro, steh' aufrecht, wir sind bei dir', sagte Erdoğan Präsident Maduro am Telefon", so Kalın auf Twitter. Der Präsidentensprecher ergänzte, dass die Türkei gegen jede Art von Putschversuch Position bezieht. In seinem Tweet teilte er auch den Hashtag #WeAreMADURO (zu Deutsch: Wir sind Maduro).

Maduro reagierte und erklärte, dass sein Land die diplomatischen Beziehungen zu den USA unterbricht und US-amerikanischen Diplomaten 72 Stunden Zeit gibt, das Land zu verlassen.

Brasilien und die sogenannte Organisation Amerikanischer Staaten hatten Guaidó vor seiner offiziellen Ankündigung bereits als Staatsoberhaupt Venezuelas anerkannt. Argentinien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Panama und Paraguay folgten, während Bolivien und Mexiko Maduro weiterhin anerkennen.

Maduro griff die USA in der Vergangenheit immer wieder für ihre aggressive Außenpolitikan. Demnach führe Washington im Rahmen einer umfassenden Sanktionskampagne gegen Venezuela einen Wirtschaftskrieg gegen ihn und seine Regierung.

Mehr zum Thema - Venezolanische Armee stellt sich gegen US-unterstützten Putsch und hält zu Maduro

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