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Erdoğan: Türkische Truppen beginnen Militäreinsatz in Libyen

Erdoğan: Türkische Truppen beginnen Militäreinsatz in Libyen
Archivbild: Türkische Marinebooten im Mittelmeer.
Die Türkei hat damit begonnen, Truppen nach Libyen zu entsenden, um "Koordination und Stabilität" zu gewährleisten. Das teilte der türkische Präsident mit. Erdoğan erklärte zudem, dass Ankara ein Operationszentrum in dem nordafrikanischen Land einrichten wird.

Das türkische Militär hat bereits begonnen, sich "langsam" nach Libyen zu bewegen, verriet der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am späten Sonntag. Das Ausmaß der Beteiligung Ankaras an dem jahrelangen Konflikt ist noch unbekannt.

Der Einsatz der türkischen Truppen wurde am Donnerstag vom Parlament des Landes genehmigt. Der Schritt folgte auf ein Ersuchen des libyschen Ministerpräsidenten Fayez al-Sarraj, der die von der UNO unterstützte, in Tripolis ansässige Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) leitet.

Die GNA ist in einen jahrelangen Konflikt mit einem anderen Gremium verwickelt, das behauptet, die wirkliche Regierung des zerschlagenen Landes zu sein – das in Tobruk ansässige Repräsentantenhaus (HoR).

Das HoR wird von einer großen Militärmacht unterstützt – der Libyschen Nationalarmee (LNA), die von dem Kommandanten Chalifa Haftar angeführt wird. Die LNA startete Anfang 2019 eine große Offensive gegen die GNA, die bis in die Außenbezirke von Tripolis reichte, ohne die Hauptstadt zu stürmen. Die Offensive scheint im Dezember weiter an Fahrt gewonnen zu haben, als Haftar einen neuen Vorstoß auf die Hauptstadt ankündigte.

Die Entscheidung der Türkei zog den Zorn der Rivalen der GNA auf sich – Haftar erklärte "den Dschihad" gegen die Türkei und schwor, "die Eindringlinge" aus dem Land zu vertreiben. Die HoR hielt an eher konventionellen diplomatischen Aktionen fest, brach offiziell alle Verbindungen zu Ankara ab und beschuldigte den rivalisierenden Premierminister Fayez al-Sarraj des Verrats.

Laut dem Journalisten und Gründer von Viewpoint Africa Ayo Johnson spiele die Türkei in Libyen ein Spiel mit hohen Einsätzen, das jedoch sehr geringe Erfolgsaussichten habe. Er merkte an, dass das Versprechen der Kontrolle über Libyens riesige Öl- und Erdgasressourcen zu verlockend für Ankara ist, um es nicht zu versuchen, obwohl Haftar Tripolis "jeden Augenblick" einnehmen könne. Der Journalist sagte in einem Interview mit RT:

Turkmenische Kämpfer im Hinterland von Latakia in Syrien am 5. Februar 2013

Wenn man über Öl oder über Erdgas spricht, mit der Art von Volumen, die das größte auf dem afrikanischen Kontinent darstellt, kann man verstehen, warum so viele Akteure im Spiel sind.

Obwohl die USA sich nicht offen auf die Seite einer der beiden rivalisierenden libyschen Regierungen stellten, glaubt Johnson, dass die türkische Offensive nützlich für die USA sein werde. Nicht ohne Grund drängen sie alle Parteien zur Zurückhaltung und schlagen Alarm über den wachsenden Einfluss Russlands in der Region. Johnson erklärte:

Ich habe von meinen Quellen erfahren, dass sie bereits die türkischen Bemühungen unterstützen, in Libyen zu sein, nur um sicherzustellen, dass die Russen und andere unterstützende Fraktionen auf der anderen Seite keinen Anspruch auf dieses Land in irgendeiner Form erheben können.

Dennoch schätzt Johnson die Chancen für die GNA sich durchzusetzen als sehr gering ein – trotz der Unterstützung durch die UNO. Er schloss:

Ich denke, dass al-Sarraj innerhalb der Partei eine Chance hat zu gewinnen, doch es wird sehr schwierig sein. Ich sehe nicht, wie das irgendwie möglich ist, weshalb er von den Türken unterstützt wird.

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