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Südafrika erwägt Rettungsaktion für krisengeplagtes Nachbarland Simbabwe

Südafrika erwägt Rettungsaktion für krisengeplagtes Nachbarland Simbabwe
Die rasante wirtschaftliche Krise in Simbabwe hat die südafrikanischen Behörden veranlasst, über die Gewährung kurzfristiger Kredite an Harare nachzudenken und ihrem Nachbarland zu helfen, eine Auslandsverschuldung von 7,4 Milliarden US-Dollar abzuschreiben.

In einem Interview mit der Tageszeitung Daily Maverick sagte der südafrikanische Finanzminister Tito Mboweni, dass seine Regierung und die simbabwische Führung darüber diskutieren, wie die Schulden Simbabwes gegenüber dem IWF, der Weltbank und dem Pariser Club beglichen werden können.

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Die Seiten überlegen außerdem, ob eine bestehende Kreditfazilität, die Simbabwe mit der South African Reserve Bank vereinbart hatte, verlängert werden könnte.

Simbabwe habe zuvor Sicherheiten für das Darlehen in Form von Banknoten der SA Land Bank gestellt, so der Minister. Man habe festgestellt, dass das Land seine Kredite im Rahmen dieser Fazilität in der Vergangenheit immer zurückgezahlt hat.

 2009 schaffte Simbabwe seine eigene Währung ab 

Experten sagen, dass Harare eindeutig verzweifelt nach einer Rettung aus Südafrika und/oder einem seiner anderen Verbündeten sucht, um eine Wirtschaftskrise zu lösen, die außer Kontrolle gerät.

Tausende Bürger des Landes gingen letzte Woche in einem landesweiten Streik auf die Straße, nachdem die Regierung des südafrikanischen Landes die Kraftstoffpreise verdoppelt hatte, was den Benzinverkauf in dem Land zum teuersten der Welt machte.

Nach einer Hyperinflation im Jahr 2009 schaffte Simbabwe seine eigene Währung ab und verwendete stattdessen den US-Dollar und den südafrikanischen Rand. Die Wirtschaftskrise und die Verknappung der Fremdwährungen veranlassten die Regierung jedoch dazu, sich für die Einführung einer eigenen neuen Währung in den nächsten 12 Monaten zu entscheiden.

Einige Experten sagen, dass die Erwägungen Südafrikas, seinem nördlichen Nachbarn zu helfen, auf Befürchtungen zurückzuführen sind, dass es bald mit einem neuen Zustrom von simbabwischen Flüchtlingen rechnen müsste, wenn sich die Lage in Simbabwe nicht verbessert.

"Simbabwe braucht dringend Reformen"

Während die gewalttätigen Proteste in Simbabwe den lokalen Währungsmarkt nicht beeinträchtigen, wäre Südafrika von einer solchen Entwicklung wahrscheinlich im Laufe der Zeit betroffen, so Bianca Botes, Corporate Treasury Manager bei Peregrine Treasury Solutions. Die Expertin erklärte:

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Die Angst vor einem Übergreifen und einem zusätzlichen Ansturm von Migranten ist aus sozioökonomischer Sicht eines der wichtigsten Anliegen, das die ohnehin schon schwache lokale Wirtschaft weiter belasten könnte.

Laut Piers Pigou, Senior Consultant der International Crisis Group, wird jedes Geld, das Südafrika nach Simbabwe leitet, verschwendet, wenn es die Regierung nicht davon überzeugt, grundlegende politische und wirtschaftliche Reformen durchzuführen. Gegenüber Daily Maverick sagte er:

Simbabwe braucht dringend Reformen, wenn die Regierung das Land einigermaßen stabil halten und seine Verbindlichkeiten mit internationalen Gebern aufrechterhalten will, ein Prozess, der mit der Vertreibung von Mugabe begann.

Pigou fügte hinzu, dass "die Südafrikaner verrückt" seien, "sich darauf einzulassen" und merkte an, dass Simbabwe seiner Meinung nach gegenüber Südafrika bereits hoch verschuldet sei. Der Analyst schloss daraus:

In den letzten zwei Jahrzehnten hat Südafrika Geld eingesetzt oder sie auf andere Weise unterstützt, und ich frage mich, ob diese Rechnung aufging.

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