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Mali: Französisches Militär tötet über 50 al-Qaida-nahe Dschihadisten durch Luftangriffe

Mali: Französisches Militär tötet über 50 al-Qaida-nahe Dschihadisten durch Luftangriffe
Französische Soldaten führen Arbeiten an einem Kampfhubschrauber im Operational Desert Platform Camp während der Opération Barkhane in Gao durch.
Die französischen Militärs haben nach Angaben ihres Verteidigungsministeriums in Mali 50 der al-Qaida nahestehende Dschihadisten getötet. Vier von ihnen sollen gefangen worden sein. Eine Operation gegen IS-Terroristen sei ebenfalls im Gange.

Mehr als 50 Dschihadisten sollen bei Luftangriffen der französischen Streitkräfte in Mali getötet worden sein. Das teilte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Dienstag mit und bezeichnete die Todesfälle als einen bedeutenden Schlag gegen al-Qaida in der Region.

Der Präsident Emmanuel Macron im Hubschrauber.

Die Luftangriffe sollen am Freitag in Zentralmali nahe den Grenzen zu Burkina Faso und Niger durchgeführt worden sein, erklärte Parly nach einem Treffen mit Mitgliedern der malischen Übergangsregierung in Bamako. Die französische Verteidigungsministerin sagte im staatlichen Fernsehen Malis:

Ich möchte eine Operation von großer Bedeutung enthüllen, die am 30. Oktober in Mali von der Barkhane-Truppe durchgeführt wurde, die in der Lage war, mehr als 50 Dschihadisten zu neutralisieren.

Die Ministerin bezog sich dabei auf die von Frankreich geführte antidschihadistische Operation Barkhane.

Etwa 30 Motorräder seien zerstört worden. Die Operation wurde gestartet, nachdem eine Drohne eine "sehr große" Motorradkarawane im Gebiet der "drei Grenzen" entdeckt hatte, so Parly.

Als die Dschihadisten zu fliehen versuchten, wurden zwei Mirage-Jets und eine Drohne eingesetzt, um sie mit Raketen unter Beschuss zu nehmen.

Die Anführer des Militärputsches in Mali am 19.8.2020

Laut dem Sprecher des Militärs, Oberst Frederic Barbry, seien vier Terroristen gefangen genommen worden. Dabei seien Sprengstoff und eine Selbstmordweste sichergestellt worden. Die Gruppe sei "im Begriff gewesen, [eine Stellung der Armee] in der Region anzugreifen", sagte er.

Eine weitere Operation gegen den IS sei in der Großsahara ebenfalls im Gange, an der insgesamt 3.000 Soldaten beteiligt seien, fügte Barbry hinzu.

Frankreich hat seit seiner ersten Intervention im Jahr 2013 mehr als 5.000 Soldaten in Mali und den Nachbarländern in der Sahelzone Westafrikas eingesetzt, um die Dschihadisten verschiedener Gruppierungen zu bekämpfen. Die Vereinten Nationen haben im Rahmen ihrer Friedensmission rund 13.000 Soldaten in Mali stationiert.

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