Lawrow zur Obama Rede: Der Versuch Russland zu isolieren wird scheitern

Lawrow zur Obama Rede: Der Versuch Russland zu isolieren wird scheitern
Lawrow zur Obama Rede: Der Versuch Russland zu isolieren wird scheitern
Im Rahmen der jährlichen Pressekonferenz des russischen Außenministers Sergei Lawrow zu den diplomatischen Ergebnissen des Jahres 2014 vor der internationalen Presse betonte er, dass Moskau alles tun wird, um einen neuen Kalten Krieg zu verhindern und forderte Washington auf, zu einem kooperativen und konstruktiven Miteinander zurück zu finden.

"Man hört verstärkt Aussagen, dass Russland isoliert werden müsse, insbesondere US-Präsidenten Barack Obama insistiert darauf. Doch keiner dieser Versuche wird die gewünschten Resultate bringen und Russland wird auch nie den Weg der Selbstisolierung wählen."
So der russische Außenminister zur internationalen Presse. Angesprochen auf die gestrige Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation führte Lawrow aus:
"Die gestrige Rede von Obama zeigte mal wieder die typische Haltung der USA à la 'Wir sind die Nummer eins und die ganzen Welt muss das anerkennen.' Dies ist keine moderne Haltung."
Auf die Frage nach der Rolle Russlands hinsichtlich des Konfliktes in der Ostukraine antwortete er:
 "Wir werden uns für eine sofortige Feuereinstellung einsetzen. Das werden wir auch heute als Hauptpriorität bei dem Treffen im ‚Normandie-Format‘ behandeln. Am wichtigsten ist es, dass Frankreich und Deutschland die ukrainische Führung dazu auffordern, kein weiteres Abgleiten in ein Militär-Szenario zuzulassen."

Darüber hinaus betonte er:

"Russland ist bereit mit der NATO zu kooperieren, wenn diese zur Vernunft kommt und einen Dialog auf Augenhöhe beginnt."
Befragt vom RT-Journalisten Alexandra Bondarenko zu den veränderten Beziehungen zwischen den USA und Kuba erläuterte der russische Außenminister:
„Es ist gut, dass die USA ihre Haltung bezüglich Kuba überdacht hat. Die Annäherung zwischen Kuba und den USA werden nicht die guten russisch-kubanischen Beziehungen beeinflussen.“
Von einem Journalisten auf die angebliche Präsenz von russischen Soldaten im Südosten der Ukraine antwortete er abschließend:
"Ich sag es immer wieder. Wenn Sie so sicher sind, dies zu behaupten, dann belegen Sie dies doch bitte mit Fakten. Aber niemand kann noch will diese ‚Beweise‘ vorlegen."
Insgesamt nahmen 378 Journalisten an der Pressekonferenz teil, darunter auch mehrere ukrainische Pressevertreter. Nach der Pressekonferenz begab sich der russische Außenminister auf den Weg nach Berlin, um im Rahmen des "Normandie-Formats" mit seinen Amtskollegen aus der Ukraine, Frankreich, Deutschland und Frankreich über eine Lösung des Ukraine-Konfliktes zu beraten.