Programmbeschwerde wegen Manipulation und Diffamierung im NDR-Beitrag "Meinungsmache gegen Flüchtlinge"

Die Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien hat erneut Programmbeschwerde gegen den NDR gestellt. Der Vorwurf lautet auf „Manipulation und Diffamierung“ im Rahmen des NDR-Beitrages „Meinungsmache gegen Flüchtlinge“ . RT Deutsch dokumentiert die Programmbeschwerde im Wortlaut.
Programmbeschwerde wegen Manipulation und Diffamierung im NDR-Beitrag "Meinungsmache gegen Flüchtlinge"

Sehr geehrter Herr Marmor,

hiermit wird formal Programmbeschwerde gegen den Beitrag „Meinungsmache gegen Flüchtlinge“ aus der Sendung NDR//Aktuell vom 09.10.2015, 14:00 Uhr erhoben.

Im gestellten Einspieler wird ein vermeintlicher Asylgegner präsentiert, dessen „Arbeitsplatz“ von der NDR-Redaktion manipulativ mit drei Büchern präpariert wurde. Drei Bücher, publiziert von politisch extrem konträren Verfassern und damit auch gänzlich unterschiedlichen Genres, sollen offensichtlich als Metapher für die unter Medienschaffenden beliebte Querfrontverschwörung dienen. Nach Auffassung der „Regie“ ist diese publizistische Auswahl neben dem Internet als Arbeitsmittel für „den Asylgegner“ bestens geeignet.

Das medienkritische Buch „Meinungsmache“ von Albrecht Müller liegt gut sichtbar obenauf.

Dass der Titel der Sendung rein zufällig mit dem Titel des Buches von Albrecht Müller korrespondiert, ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass sich die Nachrichtenredaktion den NDR für besonders originell hält. Der von der NDR-Redaktion konstruierte Zusammenhang zwischen Müllers Medienkritik und einem Hetzartikel verfassenden fiktiven Charakter trägt dabei alle Eigenschaften der im Beitrag beklagten Erfindungen zum Zweck der Diffamierung.

Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass Asylgegner sowohl Müllers Buch lesen, als auch NDR-aktuell schauen. Das Buch "Meinungsmache" befasst sich dezidiert mit der Manipulation der öffentlichen Meinung – also explizit mit Beiträgen wie den hier beanstandeten.

Die durchaus brauchbaren Hinweise zu kursierenden Falschmeldungen zu Lasten von Asylsuchenden mit einer so offensichtlich dreisten Selbstbeschäftigung und Manipulation zu vermengen, widerspricht allen Regeln seriöser Nachrichtengebung.

In der redundanten Produktion absurder fiktiver Szenen zur Verdeutlichung simpler publizistischer Anliegen ist sowohl der klare Versuch der Indoktrination mit unlauteren Mitteln als auch eine Verschwendung von Mitteln aus dem Rundfunkbeitragsaufkommen erkennbar. Das durchschnittlich verständige Publikum ist durchaus in der Lage seriös vorgetragenen Nachrichten zu folgen, ohne parallel eine fiktive Story rezipieren zu müssen.

Zitat Albrecht Müller:

„Wer über publizistische Macht und unbegrenzte finanzielle Mittel verfügt, bestimmt weitgehend die relevanten Entscheidungen und kann so seine Interessen durchsetzen. Wichtige Voraussetzungen für das Gedeihen demokratischer Willensbildungsprozesse sind nicht mehr gegeben.“
Wir erwarten eine deutliche Reaktion der Programmverantwortlichen und eine Aufklärung darüber, wie es zu dieser unglaublichen Fehlleistung innerhalb einer Nachrichtensendung kommen konnte.

Zum Zwecke der Transparenz werden diese Beschwerde und weiterführender Schriftverkehr auf der Webseite des Vereins veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen

A. Maren Müller

Vorsitzende

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.