Gerüchte halten sich: CIA hilft beim Opium-Export aus Afghanistan

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Die Gerüchte, wonach die CIA entweder direkt beim Opium-Export aus Afghanistan beteiligt ist, bzw. diesen einfach managt, halten sich nach wie vor. Eine Bekämpfung des Mohnanbaus findet nämlich nicht statt, obwohl US-Truppen und Academi-Söldner die ganze Region kontrollieren.

Obwohl Unsummen dafür aufgewendet werden, die Opiumproduktion in Afghanistan drastisch zu reduzieren, scheint die Ernte des Betäubungsmittels beliebter zu sein als je zuvor. Fragen, warum die US-Truppen vor Ort nicht dagegen vorgehen, wie zuvor die Taliban – unter deren Herrschaft die Opiumproduktion dramatisch sank – ist unklar. Erst im Juli wurde ein Bericht publiziert, in dem festgehalten worden ist, dass Afghanistan nun 90 Prozent der weltweiten Nachfrage des Heroin-Rohstoffs abdeckt. Ein solcher Anstieg wäre vor der US-Invasion zur Bekämpfung der Taliban gar nicht möglich gewesen.

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Interessanterweise führten die 8,4 Milliarden Dollar, die die USA in ihre Bemühungen gegen die Narkotika aufwendeten, nicht zum Erfolg. Ganz im Gegenteil: Hatten die Opiumbauern zuvor noch recht veraltete Anbaumethoden verwendet, sieht man heute moderne landwirtschaftliche Technologien auf den afghanischen Mohnfeldern.

In einer Untersuchung für "Media Roots" kam Abby Martin zu einem aufschlussreichen Ergebnis. So rotteten die Taliban das Opium während ihrer Herrschaft aus religiösen Gründen weitestgehend aus. Doch während der US-Besatzung wuchs dieser wieder enorm an. Grund dafür könnte auch das Interesse der CIA sein, sich die schwarzen Kassen mit dem Drogengeschäft wieder aufzubessern.

"Neben den sachlichen Hinweisen gibt es keinen schlüssigen Beweis, dass die CIA Opium physisch aus Afghanistan ausführte", so Martin in ihrem Bericht. "Allerdings ist es kaum zu glauben, dass ein Bereich der völlig unter militärischer US-Besatzung steht – mit Wachposten und Überwachungsdrohnen, die die Berge von Tora Bora kontrollieren – nicht in der Lage sind, die Versorgungsrouten des Opium-Exports von den Mohnfarmen weg zu verfolgen (Sie wissen schon, jene welche die US-Armee bewacht)."

Der Artikel erschien zunächst auf Contra-Magazin und wurde im Zuge einer Content-Partnerschaft übernommen.