BRICS-Gipfel in Russland: Bündnis zwischen Moskau und Peking „keine Allianz gegen Drittländer“

Quelle: Ruptly
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Der russische Präsident Wladimir Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping werden bei dem am 8. Juli beginnenden BRICS-Gipfel in Russland eine Reihe von bilateralen Fragen, darunter auch die engere wirtschaftliche Zusammenarbeit, erörtern. Das chinesische Außenministerium betonte, dass es sich dabei um "eine neue Form der Beziehungen zwischen Weltmächten" handeln würde.

In der russischen Stadt Ufa wird vom 8. bis zum 10. Juli der BRICS-Gipfel und erstmals auch die Versammlung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, kurz SCO, stattfinden. Bei einer Pressekonferenz gab der stellvertretende chinesische Außenminister Chen Gopin nun bekannt, dass Xi Jinping und Wladimir Putin die Gelegenheit nutzen wollen, um "über die bilateralen Beziehungen zu sprechen". Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten sowie spezifische Projekte werden auf der Agenda stehen.

Der Diplomat betonte, dass unter anderem „die gut laufende Beziehung und Freundschaft” zwischen beiden Staatsführern „das hohe Niveau der bilateralen Beziehungen“ garantiere.

Wiederholt betonte Chen Gopin, dass das chinesisch-russische Verhältnis keine Allianz sei, um irgendwelche Drittländer anzugreifen. Es repräsentiere lediglich „eine neue Form der Beziehungen zwischen Weltmächten“.

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Der chinesische Vize-Außenminister fügte hinzu, dass China und Russland, die beide permanente Mitglieder des UN-Sicherheitsrates sind, eine gewichtige Rolle bei der globalen Sicherung von Frieden und Sicherheit spielen.

Im Juni sagte Präsident Putin, dass China der wichtigste Handelspartner Russlands sei. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das zwischenstaatliche Handelsvolumen schon bald 200 Milliarden US-Dollar übersteigen werde.

BRICS ist eine informelle zwischenstaatliche Vereinigung, die sich aus den Mitgliedsstaaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika zusammensetzt. Gemeinsam vertreten sie einen globalen BIP-Anteil von rund 15 Prozent. Die SCO ist ein politischer, wirtschaftlicher und militärischer Zusammenschluss. Mitglieder sind China, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan. Derzeit vertritt die SCO rund ein Viertel der Weltbevölkerung und stellt damit die weltweit größte Regionalorganisation dar.

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