Schröder rechnet mit Merkels Russland-Politik ab

Altkanzler Gerhard Schröder, von den westlichen Medien als „Putinversteher“ abgetan, verurteilte in einem Spiegel-Interview am Samstag den Russlandkurs der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Zuge der Ukraine-Krise aufs Schärfste und sagte, dass er für Russlands außenpolitische Sorgen Verständnis habe und dass es absolut keinen Grund dafür gäbe sich vor einer möglichen Bedrohung Russlands in Osteuropa zu fürchten.
Schröder rechnet mit Merkels Russland-Politik ab

Er sagte, er kenne "niemanden, auch nicht in Russland, der so verrückt wäre, es auch nur in Erwägung zu ziehen, die territoriale Integrität Polens oder der baltischen Staaten infrage zu stellen." Er betonte:

"Mit dem Ende der Sowjetunion hat der Warschauer Pakt aufgehört zu existieren, während die NATO nicht nur weiterbestand, sondern sich erheblich nach Osten ausgedehnt hat."
Gerhard Schröder, Bundeskanzler von 1998 bis 2005, verstehe Russlands Bedenken, die mit der wachsenden Isolation des Landes zusammen hängen. Er bestand darauf, dass der Versuch Russland international zu isolieren "falsch" sei, denn die Verantwortung für die Krise in der Ukraine liegt bei "allen Beteiligten". In diesem Konflikt haben "alle Seiten Fehler gemacht" und diese haben in "eine Spirale der Sanktionen, Drohungen und Gewaltanwendungen geführt."

Der Sozialdemokrat kritisierte ebenfalls die Haltung der Kanzlerin in Bezug auf das EU-Assoziierungsabkommen. Sie hätte sich dafür einsetzen müssen, dass die EU-Kommission nicht "nur mit der Ukraine und nicht auch mit Russland über eine EU-Assoziierung verhandelte" und betonte, dass die "ukrainische Kultur in sich gespalten ist." Auch den Ausschluss Russlands aus der G8 Gruppe verurteilte er scharf, denn "gerade in der Krise sind Gespräche zwingend erforderlich."

Er nannte den Krim-Beitritt zu Russland zwar "einen Verstoß gegen das Völkerrecht", aber Befürchtungen vor weiteren "Anschlüssen" wären unangebracht, denn Wladimir Putin erkenne die Ukraine als "selbstständigen Staat" an.

 

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