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Krieg ist gut fürs Geschäft: Frohlocken bei Rheinmetall über "Super-Zyklus"

Krieg ist gut fürs Geschäft: Frohlocken bei Rheinmetall über "Super-Zyklus"
Rheinmetall steht in der Liste des Stockholmer internationalen Friedensforschungsinstituts SIPRI weltweit auf Platz 22 der Top-Unternehmen im Rüstungsbereich.
Goldgräberstimmung herrscht in der deutschen Rüstungsindustrie, und ganz besonders beim Branchenprimus, der Rheinmetall AG: Die Auftragsbücher sind so prall gefüllt wie schon lange nicht mehr. Und es könnte für das Unternehmen sogar noch besser kommen.

Gute Geschäfte in der Rüstungssparte haben für das Jahr 2019 den Rheinmetall-Konzern die Schwäche im Autogeschäft verschmerzbar gemacht. Konzernweit stieg der Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen um knapp zwei Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte.

Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn stieg um rund drei Prozent auf den Höchstwert von 505 Millionen Euro. Nur das Ergebnis nach Steuern stagnierte im vergangenen Jahr bei 354 Millionen Euro.

Im Geist der Entspannung: Sowjetchef Michail Gorbatschow und US-Präsident Ronald Reagan unterzeichnen 1987 den INF-Vertrag. Unter Donald Trump sind die USA aus dem Vertrag zum Verbot landgestützter Mittelstreckenraketen ausgestiegen.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern spürte nun erneut ansteigende Ausgaben für militärische Güter. So wuchs der Umsatz im Bereich "Defence" um 9,4 Prozent. Man profitiere vom "'Super-Zyklus' im wehrtechnischen Geschäft, den uns der dringende Nachholbedarf in der militärischen Beschaffung beschert hat", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger.

So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr etwa einen Großauftrag aus Australien verbucht: Für 211 Boxer-Fahrzeuge kassiert Rheinmetall mehr als zwei Milliarden Euro – nach eigenen Angaben ist das der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte.

Und es könnte für das Unternehmen noch viel besser kommen: Deutschland will seinen Verteidigungshaushalt bis 2024 auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anheben – dadurch könnten sich die Ausgaben allein für "investive Ausgaben", sprich für die Aufrüstung von jährlich bisher gut acht auf zwölf Milliarden Euro erhöhen.

Für Rheinmetall bedeutet dies einen Anteil von rund 20 bis 25 Prozent. Langfristig geht das Unternehmen davon aus, dass die Bundesrepublik im Jahr 2030 schätzungsweise 1,2 Milliarden Euro allein für Munition ausgeben wird. Und in dieser Sparte hält Rheinmetall immerhin etwa 35 Prozent als eigenen Marktanteil.

Weniger rosig läuft es dagegen seit geraumer Zeit in der Automobil-Sparte, für die Rheinmetall lediglich als Zulieferer tätig ist. Für 2019 lag der Umsatzrückgang in diesem Bereich bei 6,6 Prozent, was in etwa der vorherigen Prognose entspricht. Das Unternehmen macht dafür die rückläufige Produktion der Hersteller – insbesondere in China – verantwortlich. Man will sich von der Branche vorerst dennoch nicht abwenden: Auch bei alternativen Antriebstechnologien wolle man "ein wichtiger Partner" für die Hersteller sein.

Der Düsseldorfer Konzern hat weltweit rund 25.000 Mitarbeiter, die Automotive-Sparte sitzt in Neckarsulm bei Stuttgart. Endgültige Zahlen für 2019 will Rheinmetall am 18. März vorlegen.

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