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Real-Kette an deutsch-russische Investorengruppe verkauft – droht jetzt Zerschlagung?

Real-Kette an deutsch-russische Investorengruppe verkauft – droht jetzt Zerschlagung?
Real entstand 1992 aus der Zusammenführung der Marktketten divi, basar, Continent, esbella und real-kauf.
Die Handelskette Real ist laut einem Bericht der "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstagabend offiziell verkauft worden. Die 276 Märkte werden von dem deutsch-russischen Konsortium SCP Group und X+Bricks übernommen. Mitarbeiter protestieren für Erhalt der Arbeitsplätze.

Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung ist der Verkauf mittlerweile in "trockenen Tüchern". Rund 30 der noch bestehenden 276 Real-Märkte sollen nach dem Verkauf der Supermarktkette an den Finanzinvestor SCP geschlossen werden. Das hatte der Chef des Real-Mutterkonzerns Metro AG, Olaf Koch, am Donnerstag in Düsseldorf mitgeteilt. Der Manager bezeichnete die Verkaufsverhandlungen am Donnerstag als "sozusagen abgeschlossen". Es sei geplant, dass die Gremien beider Unternehmen noch am Donnerstag ihre Zustimmung zum ausgehandelten Vertrag geben. Dies ist nun offenbar geschehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Mitte) und Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, trafen sich am 03.02.2020 mit Vertretern der Lebensmittelwirtschaft im Bundeskanzleramt in Berlin.

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro will sich künftig ganz auf sein Großhandelsgeschäft konzentrieren und suchte deshalb schon seit geraumer Zeit nach einem Käufer für seine schwächelnde Supermarkt-Sparte. Nach dem Verkauf soll die Supermarktkette mit aktuell rund 34.000 Beschäftigen zerschlagen werden. Zwar wollen die Käufer einen Kern von 50 Real-Märkten für mindestens 24 Monate weiter betreiben. Der größte Teil der Filialen soll jedoch an andere Händler wie Edeka oder Kaufland weiterverkauft werden. Von den neuen Betreibern werde die Zusicherung erwartet, Real-Mitarbeiter weiterzubeschäftigen, sagte Koch. Filialen "ohne Zukunftsperspektiven" sollen geschlossen werden.

Auch im wichtigen Weihnachtsquartal erwies sich Real noch einmal als Sorgenkind der Metro AG. Weitere Wertberichtigungen kurz vor dem Verkauf sorgten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 für rote Zahlen beim Mutterkonzern. Unter dem Strich stand ein Verlust von 34 Millionen Euro, wie das Unternehmen bei der Präsentation der Quartalszahlen mitteilte. Die Wertberichtigungen auf Real bezifferte Metro auf 237 Millionen Euro.

Durch den Verkauf von Real erwartet die Metro AG selbst nun einen Nettomittelzufluss von etwa 300 Millionen Euro. Das sind rund 200 Millionen Euro weniger als noch vor einigen Monaten erhofft. Hier mache sich unter anderem die Geschäftsentwicklung bei Real in den vergangenen Monaten bemerkbar, sagte Koch.

Im nun fortzuführenden Geschäft – also ohne Real und ohne das ebenfalls vor einem Verkauf stehende Geschäft in China – sank der Gewinn des Handelsriesen in den drei Monaten bis Ende Dezember um knapp 30 Prozent auf 121 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) ohne Immobilienverkäufe nahm leicht ab – um 0,6 Prozent auf 526 Millionen Euro. Die Jahresprognose wurde vom Unternehmen bestätigt.

Real-Kette an deutsch-russische Investorengruppe verkauft – droht jetzt Zerschlagung?
Mitarbeiter der Real-Supermärkte protestieren vor der Hauptversammlung der Metro am 14. Februar 2020 in Düsseldorf.

Hunderte Beschäftigte der nun kurz vor der Zerschlagung stehenden Supermarktkette Real demonstrierten vor der Hauptversammlung des Mutterkonzerns Metro AG für eine Absicherung ihrer Arbeitsplätze und ihrer Löhne. Die Beschäftigen skandierten: "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" und forderten auf Transparenten "Wir wollen in sichere Hände".

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(rt/dpa)

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