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Frieden durch Handel und Entwicklung? Was steht hinter Chinas ehrgeizigem Seidenstraßen-Megaprojekt?

Frieden durch Handel und Entwicklung? Was steht hinter Chinas ehrgeizigem Seidenstraßen-Megaprojekt?
"Goldene Brücke an der Seidenstraße": Dekoration beim Belt and Road Forum vor dem China National Convention Center in Peking
Die Volkrepublik China arbeitet seit einigen Jahren daran, eine Neue Seidenstraße zu etablieren, die es mit Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika mithilfe von Infrastrukturprojekten besser verbindet. Was genau will das Reich der Mitte mit dieser Initiative erreichen?

Chinas Billionen-US-Dollar-Initiative "One Belt, One Road" (BRI) ist ein Versuch, die Seidenstraße wiederzubeleben, eine alte Handelsroute, die Hunderte Jahre lang Ost und West verband.

Die Initiative, die im Jahr 2013 vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping vorgestellt wurde, sieht vor, China mit Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika durch ein Netz von Seehäfen, Eisenbahnen, Straßen und Industrieparks zu verbinden. Das Hauptziel des Megaprojekts der Neuen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts ist es, eine größere weltweite Vernetzung zu schaffen, um den Frieden durch Handel und Entwicklung zu fördern.

Warum Peking glaubt, dass die Welt die Neue Seidenstraße braucht

Victor Gao, Direktor der China National Association of International Studies, erklärte, dass die BRI zunächst als Verbindungsprojekt begann, das Finanz- und Stromverbindungen einschloss.

Frieden durch Handel und Entwicklung? Was steht hinter Chinas ehrgeizigem Seidenstraßen-Megaprojekt?

Es gibt viele Projekte innerhalb der Neuen Seidenstraße, für die sich bereits mehr als 100 Länder angemeldet haben. Jedes Land bietet unterschiedliche Waren für den Export an. Einige von ihnen produzieren Industriegüter, andere Produktionsmaterialien, Rohstoffe, Energie- oder landwirtschaftliche Produkte, so Gao.

Nach Ansicht des Experten wird durch den Bau neuer Straßen, Eisenbahnen und Häfen eine bessere Anbindung geschaffen. Dies fördert den Handel, indem es den Warenverkehr beschleunigt.

Gao führte auch Beispiele für bereits abgeschlossene Projekte an:

Zu den abgeschlossenen Projekten gehört die Eisenbahn zwischen Nairobi und Mombasa in Kenia. Sie ist bereits in Betrieb und hat die Effizienz und Produktivität in Kenia erheblich verbessert, nicht nur was den Transport von Menschen betrifft, sondern auch von Waren und Dienstleistungen.

Weiter nannte der Experte eine hochwertige Autobahn in Äthiopien, die sich von Addis Abeba bis Dschibuti erstreckt und eine weite Fläche des äthiopischen Territoriums durchquert.

Gao sagte, dass es viele potenzielle Projekte auf dem eurasischen Kontinent selbst gebe. Länder wie Myanmar, Laos, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Singapur und Malaysia würden von der Förderung der BRI profitieren. Der Experte betonte:

Sie werden eine viel bessere Vernetzung erhalten, einschließlich der finanziellen [Art].

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Das Handelsvolumen Chinas mit dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) übertrifft bereits sein Handelsvolumen mit den Vereinigten Staaten und nimmt laut Gao weiter zu.

Der in Hongkong lebende Politikwissenschaftler Joseph Cheng hat auf die Entwicklung von Kooperationsprojekten mit Chinas traditionellem Verbündeten Pakistan hingewiesen. Er hob hervor, dass die afrikanischen Länder auch daran interessiert sind, sich an der Neuen Seidenstraße zu beteiligen, "weil sie sicherlich zu der Kategorie der Länder gehören, die Infrastrukturentwicklung und Investitionsfonds benötigen".

Einige europäische Länder, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, könnten ebenfalls daran interessiert sein, Investitionen aus China zu gewinnen, vor allem Griechenland und Italien, so Cheng.

Warum China die Neue Seidenstraße braucht

Gerendertes Bild eines Brückenprojekts über die Wolga in der Region Samara.

Das Projekt zielt darauf ab, den Bedarf Chinas im Hinblick auf eine effektivere Nutzung seiner Überkapazitäten in bestimmten Branchen zu decken. Es bietet China neue Märkte und Rohstoffquellen und die Möglichkeit, die riesigen Devisenreserven Pekings zu investieren, betonte Joseph Cheng und fügte hinzu:

Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise im Jahr 2008 und 2009 startete China viele Investitionsprogramme, die zu Überkapazitäten in Branchen wie Stahl und Zement ... führten.

Als wachsendes Industrieland brauche China Märkte und Rohstoffquellen, erklärte der Experte und fügte hinzu:

China verfügt über beträchtliche Devisenreserven von bis zu 3,1 Billionen US-Dollar. Ein Teil davon wurde in Finanzpapiere und Staatsanleihen in den Vereinigten Staaten investiert, die aus chinesischer Sicht nicht als sehr rentabel angesehen werden.

Laut Gao mobilisiert China alle Ressourcen seiner 31 Provinzen, autonomen Regionen und Gemeinden, um zur BRI beizutragen. "Schließlich ist für viele andere große Projekte, die an der Initiative beteiligt sind, Kapital eine sehr wichtige Sache. Und wenn man von Kapital spricht, ist China einer der größten Anbieter von ausländischen Direktinvestitionen", sagte Gao und merkte an, dass das Land auch Ziel riesiger Summen an ausländischen Direktinvestitionen sei.

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