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Eskalation im Handelskrieg der USA mit China: Strafzölle treten in Kraft

Eskalation im Handelskrieg der USA mit China: Strafzölle treten in Kraft
Eskalation im Handelskrieg zwischen USA und China: Weitere Strafzölle treten in Kraft (Symbolbild)
Die USA und China läuten eine neue Runde in ihrem Handelskrieg ein. In den beiden größten Volkswirtschaften treten am Sonntag neue Strafzölle in Kraft. Der Konflikt, der seit mehr als einem Jahr im Gange ist, bremst die Weltkonjunktur. Kommt es zu neuen Gesprächen?

Seit einem Jahr liefern sich die USA und China einen Handelskrieg, der in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geführt hat und auch die Weltkonjunktur bremst. US-Präsident Donald Trump wollte das 'Reich der Mitte' mit den Strafzöllen eigentlich zum Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens bewegen. Die Verhandlungen sind seit Monaten festgefahren, sollen aber vielleicht in diesem Monat wieder aufgenommen werden.

Der Handelskrieg zwischen beiden größten Volkswirtschaften hat indes abermals eine neue Eskalationsstufe erreicht. Am Sonntag traten auf beiden Seiten – wie angekündigt – neue Strafzölle in Kraft. Die Androhung neuer Sonderabgaben der USA in Höhe von 15 Prozent auf weitere chinesische Importe im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar konterte China umgehend mit der Ankündigung von Gegenzöllen in Höhe von fünf und zehn Prozent.

Erstmals erheben die USA nun auch Strafzölle auf in China hergestellte Konsumgüter wie etwa Fernsehempfänger, Bücher, Windeln oder Turnschuhe. Diese Zölle dürften nach Ansicht von Experten mittelfristig zu Preiserhöhungen für die US-Verbraucher führen. Am 15. Dezember sollen dann noch Strafzölle in Höhe von ebenfalls 15 Prozent auf weitere Konsumgüter aus China im Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar in Kraft treten. Dann werden auch Produkte wie Smartphones, Laptops und Kleidung eingeschlossen sein. Alle diese im August angekündigten US-amerikanischen Strafzölle sollten ursprünglich von diesem Sonntag an gelten. Donald Trump ließ jedoch die zweite Tranche verschieben, um das kommende Weihnachtsgeschäft nicht zu belasten.

Als unmittelbare Reaktion verhängte China Gegenzölle in Höhe von fünf und zehn Prozent auf Importe aus den USA. Die Sonderabgaben traten am Sonntag zeitgleich mit den US-Zöllen in Kraft. Es ist der erste Teil von angekündigten Strafzöllen Chinas auf Einfuhren aus den USA mit einem Volumen von insgesamt 75 Milliarden US-Dollar. Zehn Prozent werden zusätzlich auf Importe von Fleisch, Gemüse (wie Mais und Kartoffeln), Obst, Meeresfrüchten, Kleidung und Lederwaren erhoben. Fünf Prozent betreffen Sojabohnen, Milchprodukte, Pilze und Chemikalien. China plant weitere Gegenzölle in Höhe von fünf bzw. zehn Prozent ab 15. Dezember, wenn die weiteren US-Abgaben in Kraft treten. Zehn Prozent werden dann zusätzlich auf Waren aus den USA wie Kaffee, Obstsäfte, Wein und Bier, Medikamente, Holz und auch Autos erhoben. Fünf Prozent werden auf Zigaretten, Kleidung, Autoteile, Elektrogeräte und Flugzeugmotoren aufgeschlagen.

Bislang hatte Trump nur Strafzölle auf chinesische Waren wie Industriegüter und Maschinen im Gesamtwert von rund 250 Milliarden US-Dollar verhängt. Diese führten zu Mehrkosten bei Unternehmen, aber nicht direkt bei Verbrauchern. Auch diese bereits geltenden Strafzölle sollen von Oktober an nochmals um fünf Prozentpunkte auf 30 Prozent angehoben werden.

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Der Handelskonflikt ist seit mehr als einem Jahr im Gange. Auslöser war die Verärgerung Donald Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als es selbst aus den USA importiert. Der US-Präsident fordert daher eine Beseitigung von angeblichen Marktschranken und kritisiert die Verletzung von Urheberrechten. Nach nervösen Reaktionen an den beunruhigten Aktienmärkten hatte sich der Republikaner wiederholt optimistisch gezeigt, dass die Handelsgespräche bald fortgesetzt werden könnten. In Peking gibt es aber keine Anzeichen für eine baldige Wiederaufnahme diesbezüglicher Verhandlungen. (dpa)

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