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Stürmische Zeit an der Börse soll einen "heißen" Herbst bescheren

Stürmische Zeit an der Börse soll einen "heißen" Herbst bescheren
Der Bulle der Wall Street in New York ist nicht nur eine Touristenattraktion, sondern auch ein Symbol für steigende Aktienkurse. Momentan ist der Aktienmarkt eher sprunghaft, in beide Richtungen.
Am deutschen Aktienmarkt könnten politische Risiken den Anlegern auch in der neuen Woche die Laune verderben. Während die Berichtssaison der Unternehmen ihren Höhepunkt mittlerweile überschritten hat, drohen neue Winkelzüge der Akteure im internationalen Handelsstreit.

In Europa haben zudem das Dauerthema Brexit und die politischen Spannungen in Italien das Zeug, die Märkte durchzuschütteln. Am Freitag schloss der Dax 1,28 Prozent tiefer bei 11 693,80 Punkten. Auf Wochensicht verlor der Leitindex damit 1,5 Prozent.

In Italien ist die Allianz aus rechter Lega und Fünf-Sterne-Bewegung nach nur 14 Monaten an der Macht wohl gescheitert. Nun sind Neuwahlen wahrscheinlich, was für Unruhe an den Börsen sorgt. Und mit der Wahl von Boris Johnson zum britischen Premierminister ist die Wahrscheinlichkeit eines Brexit ohne Abkommen am 31. Oktober gestiegen. Auch dies erhöht die Unsicherheit an den Märkten.

Nach einem US-Gesetzesentwurf müsste (auch) dieses Unternehmen sanktioniert werden, da es Rohre der Gaspipeline Nord Stream 2 bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern montiert, wo die Pipeline-Erweiterung deutsches Festland erreicht.

"Uns steht ein heißer Börsenherbst bevor", sagte Robert Greil, der Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. Neben zunehmenden Rezessionssorgen gebe es aktuell genügend Zündstoff – und damit erhöhte Schwankungen und stärkere Ausschläge.

Darüber hinaus bleibe der "Währungskrieg" auf der Agenda, ergänzte Analystin Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Schließlich hatte die chinesische Währung zu Beginn der Woche deutlich an Wert verloren. US-Präsident Donald Trump betrachtet dies als weiteren Affront. Marktbeobachter fürchten, China setze seine Währung als "Waffe" im Handelskonflikt ein, um die Exporte anzukurbeln.

Insgesamt währte der Eindruck einer Entspannung an den Finanzmärkten nur kurz, fuhr Windt fort. Die negativen Effekte des Handelskonflikts zeigten sich vielmehr immer deutlicher nicht nur in China und Deutschland, sondern auch in den USA. In diesem Umfeld suchten Anleger lieber verstärkt nach Sicherheit und investierten statt in Aktien in US-Staatsanleihen oder auch in Gold.

Etwas weniger pessimistisch äußerten sich die Autoren der Bernecker Börsenbriefe AB-Daily:

Der Leitbulle für alle bleibt der Dow Jones Industrial. 

Der US-Leitindex habe den Kursrutsch vom 5. August bereits überwunden und so eine deutliche Erholung signalisiert. Der breit gestreute S&P 500 sowie der deutsche Leitindex Dax hätten sich ähnlich entwickelt.

Derweil könnten in der neuen Woche einige frische Konjunkturdaten zeigen, inwiefern die Handelskonflikte oder politischen Verwerfungen tatsächlich schon ihre Spuren hinterlassen haben. So rechnen die Experten der Postbank damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal bestenfalls stagniert hat. Eine wesentliche Rolle dürfte hierbei neben dem Außenhandel insbesondere die Entwicklung der deutschen Industrie gespielt haben, deren Produktion im Juni im Vorjahresvergleich den stärksten Rückgang seit zehn Jahren verzeichnete hatte.

Mehr zum Thema - Entdollarisierung der Weltwirtschaft: Finanzexperte Lucas Zeise im Interview

(rt deutsch/dpa)

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