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Entdollarisierung: China und Russland wollen mehr Handel in Rubel und Yuan abwickeln

Entdollarisierung: China und Russland wollen mehr Handel in Rubel und Yuan abwickeln
Moskau und Peking haben ein Abkommen unterzeichnet, um im bilateralen Handel weiter auf nationale Währungen umzustellen und die Abrechnungen in Yuan und Rubel um bis zu 50 Prozent zu erhöhen. Damit verstärken sie ihre Bemühungen um eine Abkehr vom US-Dollar.

Das Dokument wurde Anfang Juni vom russischen Finanzminister Anton Siluanow und dem Gouverneur der Chinesischen Volksbank Yi Gang unterzeichnet, berichtet die russische Zeitung Iswestija. Moskau und Peking entwickeln derzeit neue Mechanismen für grenzüberschreitende Zahlungen zwischen russischen und chinesischen Unternehmen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des stellvertretenden russischen Finanzministers Sergej Stortschak an Anatoli Aksakow, den Leiter des Finanzmarktausschusses der Staatsduma (die untere Kammer des russischen Parlaments).

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Beide Seiten können Brücken zwischen ihren nationalen Alternativen zum traditionellen SWIFT-System schlagen, das von den USA dominiert wird, dem russischen System für den Transfer von Finanznachrichten (SPFS) und dem chinesischen Cross-Border Inter-Bank Payments System (CIPS).

Die beiden Länder müssen Rubel- und Yuan-Finanzinstrumente entwickeln, um den währungsübergreifenden Handel zu fördern und die Risiken von Wechselkursschwankungen abzumildern, so Aksakow. Er fügte hinzu, dass sich der Anteil der Abrechnungen in Landeswährung zwischen Russland und China in den kommenden Jahren von zehn auf 50 Prozent verfünffachen könnte.

Der Mechanismus der Zahlungen in Landeswährung soll bis zum nächsten Jahr weiterentwickelt werden. Zuerst werden große Unternehmen mit staatlicher Beteiligung aus Bereichen wie Energie und Landwirtschaft dazu übergehen. Die Yuan-Rubel-Zahlungen werden auch auf bestehende Verträge geleistet, die eine Abrechnung in Dollar vorsehen.

China ist mit einem bilateralen Handel von mehr als 107 Milliarden US-Dollar der größte Handelspartner Russlands. Beide Seiten planen auch für die nächsten Jahre eine Verdoppelung des aktuellen Handelsvolumens.

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