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Amazon – Billionen Dollar wert, keine Einkommenssteuer in USA gezahlt, dafür Millionen an Erstattung

Amazon – Billionen Dollar wert, keine Einkommenssteuer in USA gezahlt, dafür Millionen an Erstattung
Graffito gegen den Bau eines der neuen Amazon-Hauptquartiere an einem Zaun auf einem unbebauten Grundstück im New Yorker Stadtteil Long Island City
Der Großkonzern Amazon zahlt für das Jahr 2018 keinen Cent Steuern – bereits das zweite Jahr in Folge. Dank der Steuerreform 2017 wird der Internethandelsriese, der im vergangenen Jahr elf Milliarden Dollar erwirtschaftete, auch künftig keine Steuern zahlen.

Anstatt den üblichen Körperschaftsteuersatz in Höhe von 21 Prozent zu zahlen, fordert Amazon tatsächlich eine Steuererstattung in Höhe von 129 Millionen Dollar. Daraus ergibt sich ein tatsächlicher Steuersatz von unglaublichen -1 Prozent. Abgesehen von den nebulösen "Steuergutschriften", die das Unternehmen nicht angeben muss, fordert Amazon laut dem Institute for Taxation and Economic Policy auch eine Steuererleichterung für Aktienoptionen für Führungskräfte – eine seit langem bestehende Lücke, die es profitablen Unternehmen ermöglicht, Einkommenssteuern auf fast die Hälfte ihrer Gewinne an Bund und Staaten zu umgehen.

Jeff Bezos, Amazon-Gründer, Washington, USA, 13. September 2018

Trumps Steuerreform: Amazon und Netflix geraten in Schlagzeilen   

Die von Präsident Donald Trump im Jahr 2017 verabschiedete Steuerreform senkte die Unternehmenssteuersätze von 35 Prozent auf 21 Prozent. Sie wurde als Anreiz für Unternehmen angepriesen, ihr Geld in den USA zu behalten, anstatt es nach Übersee zu bringen, wo es die IRS, die  Bundessteuerbehörde der USA, nicht erreichen kann. Amazon und Netflix haben beide Schlagzeilen gemacht, da sie die neue Gesetzeslage so auszunutzen, dass sie überhaupt nichts mehr bezahlen. Es bleibt abzuwarten, ob das Scheitern der Gesetzgebung, die Gesetzeslücken für Unternehmen zu schließen, dazu führt, dass die USA im Regen stehen, was Steuereinnahmen für das Geschäftsjahr 2018 angeht. Gerade jetzt, wo die Staatsverschuldung des Landes 22 Billionen Dollar übersteigt – ein Rekordhoch.

In der Rechnung, die das steuerlich geschickte Händchen von Amazon beschreibt, sind noch nicht einmal die Milliarden an Steuererleichterungen berücksichtigt, die die Regierungen der Bundesstaaten Virginia und New York dem Unternehmen angeboten haben, ein zweites (und drittes) Hauptquartier in ihren Bundesstaaten zu eröffnen. Es kursieren allerdings Gerüchte, dass New York angesichts des Umfangs ihrer Erleichterungen gegenüber dem Unternehmen kalte Füße bekommt. Amazon zahlte bereits im Jahr 2017 keine Steuern. Es erzielte es einen vergleichsweise geringen Gewinn von 5,6 Milliarden Dollar, extrahierte jedoch eine etwas höhere Rückzahlung von 137 Millionen Dollar.

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