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Rekordwert: US-Staatsverschuldung übersteigt 22 Billionen US-Dollar

Rekordwert: US-Staatsverschuldung übersteigt 22 Billionen US-Dollar
Die US-Staatsverschuldung ist auf über 22 Billionen US-Dollar gestiegen. Es wird erwartet, dass sie in den nächsten zehn Jahren jedes Jahr um eine weitere Billion wachsen wird - aufgrund der Kosten für Renten und der medizinischen Versorgung der "Baby Boomers" im Ruhestand.

Am Dienstag veröffentlichte das US-Finanzministerium die Tagesbilanz mit einer ausstehenden Staatsverschuldung von 22,01 Billionen US-Dollar. Die Summe der öffentlichen Haushaltsdefizite ist seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar 2017 um 2,06 Billionen Dollar gestiegen.

Das Congressional Budget Office (CBO) prognostiziert für das Haushaltsjahr 2019 ein weiteres Defizit von 897 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahreswert von 779 Milliarden Dollar ist dies ein Anstieg um 15 Prozent - also vergleichsweise größer als das gesamte Pentagon-Budget. Der CBO schätzt, dass das Defizit ab 2022 jährlich um eine Billion Dollar steigen wird, nämlich aufgrund der steigenden Kosten für staatliche Programme wie etwa die Sozialversicherung und die Krankenversicherung.

Das Defizit wuchs während der Amtszeit von Präsident Barack Obama insgesamt um 9,3 Billionen Dollar. Das entsprach fast einer Verdopplung des Schuldenberges. Dieser massive Anstieg war darauf zurückzuführen, dass die US-Notenbank unter Obama massive "quantitative Lockerungs"-Programme durchführte, um den Finanzsektor aus dem Crash von 2008 zu retten.

Die neue Rekordverschuldung "ist eine weitere traurige Erinnerung an die unverzeihliche Rechnung, die die Staatsoberhäupter unserer Nation weiter in die Höhe treiben und die sie der nächsten Generation hinterlassen werden", so Judd Gregg und Edward Rendell, Co-Vorsitzende der "Campaign to Fix the Debt" (zu Deutsch etwa: Kampagne zur Lösung des Schuldenproblems), einem Projekt des "Nonpartisan Committee for a Responsible Federal Budget".

Ein Experte hat darauf hingewiesen, dass allein die derzeitigen ungedeckten Verbindlichkeiten mehr als 500 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des letzten Jahres entsprechen. Eine Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten würde also 50 Jahre lang jährlich 10 Prozent des BIP (als Schuldentilgung) erfordern - sie ist also bestenfalls unwahrscheinlich.

Weitere schlechte Nachrichten kamen von der US-Notenbank in New York, die am Dienstag die Schuldenzahlen und den Kreditbericht der privaten Haushalte in den USA veröffentlichte. Sie zeigte auf, dass auch die private Verschuldung der Amerikaner zum Ende des Jahres 2018 den Rekordwert von 13,5 Billionen Dollar erreichte.

Obwohl die Hypothekenschulden zum ersten Mal seit zwei Jahren zurückgegangen sind, entsprach die Kreditaufnahme mit Kreditkarten bereits wieder jener tragischen 870-Milliarden-Dollar-Marke, die bereits vor der Krise von 2008 erreicht worden war.

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