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Normalisierung der Beziehungen: Russland hebt Visapflicht für türkische Geschäftsleute auf

Normalisierung der Beziehungen: Russland hebt Visapflicht für türkische Geschäftsleute auf
Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan geben sich am Ende einer gemeinsamen Pressekonferenz nach ihrem Treffen im Kreml in Moskau am 23. Januar 2019 die Hand.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch ein Dekret zur Aufhebung der Visumpflicht für türkische Geschäftsleute und LKW-Fahrer unterzeichnet. Die Türkei indes hofft auf einen raschen Anstieg der bilateralen Handelsbeziehungen auf 100 Milliarden US-Dollar.

Dem Erlass zufolge soll ein visafreies System für türkische Staatsbürger mit Sonderpässen eingeführt werden. Türken, die sich auf kurzfristigen Geschäftsreisen befinden, einschließlich diplomatischer Missionen und konsularischer Angelegenheiten, sowie Berufskraftfahrer im internationalen Straßengüterverkehr wären von der Regelung betroffen.

Das Dekret wird unter der Bedingung in Kraft treten, dass die Türkei ähnliche Maßnahmen für russische Staatsbürger "auf der Grundlage des Grundsatzes der Gegenseitigkeit" ergreift.

Iranische 50 Rial-Scheine.

Die Entscheidung ist Teil eines Normalisierungsprozesses zwischen beiden Ländern, der auf die Spannungen in Syrien zurückgeht. Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei verschlechterten sich, als im November 2015 ein russischer Bomber von der Türkei abgeschossen wurde. Russland verhängte als Reaktion darauf eine Reihe von Wirtschaftssanktionen, darunter die Einstellung des visafreien Reisens.

Nach einer schnellen Erholung der bilateralen Beziehungen bauten die beiden Länder die militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit rasch wieder aus.

Da die Türkei Millionen russischer Touristen anzieht, fordert Ankara seit langem eine Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger. Hierduch könnte die Zahl der türkischen Touristen, die wiederum nach Russland reisen, deutlich anziehen.

"Wir begrüßen die Entscheidung [Russlands], die Visumpflicht für Inhaber von Servicepässen und Fahrer, die internationale Transporte durchführen, aufzuheben", erklärte Hami Aksoy, Pressesprecher des türkischen Außenministeriums, am Mittwoch auf Anfrage bei einer Konferenz.

Er fuhr fort, dass die Türkei und Russland über die baldige Umsetzung des Dekrets verhandeln werden. Als nächsten Schritt arbeite die Türkei auf eine komplette Aufhebung der Visapflicht hin, betonte der Diplomat und berief sich auf das im Jahr 2010 ausgearbeitete Visaabkommen mit Moskau.

Das Amt für Außenwirtschaftsbeziehungen der Türkei (DEİK) betonte bei einer Konferenz am Donnerstag das Ziel der Türkei, in den nächsten Jahren das bilaterale Handelsvolumen mit Russland auf 100 Milliarden US-Dollar anzukurbeln.

Aus einem Wirtschaftsbericht des Türkischen Verbands der Bauunternehmer (TMB) geht hervor, dass nach der Normalisierung der Beziehungen mit Moskau die Russische Föderation für türkische Auftragnehmer wieder zum führenden Auslandsmarkt geworden ist, wobei bereits im vergangenen Jahr mehr als 20 Prozent aller türkischen Auslandsprojekte im Bausektor realisiert wurden.

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