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Kreml: Russland wird seine Ölvorräte in Venezuela verteidigen

Kreml: Russland wird seine Ölvorräte in Venezuela verteidigen
Venezuelas Präsident Maduro während eines Treffens mit dem Chef der russischen Ölgesellschaft Rosneft Igor Setschin und Venezuelas Ölminister und Präsident der PDVSA Eulogio del Pino in Caracas.
Moskau hat vor, seine Interessen in Venezuela gemäß dem Völkerrecht zu verteidigen. Das erklärte der Pressesprecher des Kreml und bezog sich dabei auf russische Investitionen in Venezuela, die sich aufgrund der US-Sanktionen in Gefahr befinden.

Russland wird seine Interessen in Venezuela im Rahmen des Völkerrechts mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen, sagte Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Dienstag gegenüber russischen Medien.

Russland unterhält enge Beziehungen zum venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Das Land hat Darlehen an Venezuela vergeben, darunter auch Investitionen der russischen Ölgesellschaft Rosneft in die staatliche venezolanische Firma PDVSA. Rosneft gewährte PDVSA sechs Milliarden US-Dollar in Form eines Darlehens, das bis Ende dieses Jahres vollständig durch Rohöllieferungen getilgt werden soll.

Laut S&P Global Platts schuldete Venezuela Rosneft im November 2018 noch 3,1 Milliarden US-Dollar. Das russische Unternehmen unterhält darüber hinaus auch fünf geplante Zukunftsprojekte mit PDVSA in Venezuela.

Das US-Finanzministerium verhängte am Montag eine weitere Runde von umfassenden Sanktionen gegen die PDVSA, um "zu verhindern, dass Maduro die Vermögenswerte Venezuelas weiter zweckentfremdet, und sie für die Bevölkerung Venezuelas zu bewahren".

Die USA unterstützen seit letzter Woche Juan Guaidó, den Vorsitzenden der Nationalversammlung, als "legitimen Präsidenten Venezuelas", nachdem dieser sich zum Interimspräsidenten erklärt hatte. US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärte:

Der Weg zur Beseitigung der Sanktionen gegen PDVSA führt über die zügige Übertragung der Kontrolle an den Interimspräsidenten oder eine nachfolgende, demokratisch gewählte Regierung.

Der Kreml hält die Sanktionen gegen die PDVSA für "illegal". Sie seien ein Zeichen für "unlauteren Wettbewerb" und ein Versuch, sich in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einzumischen, so Peskow. Laut dem Beamten prüfe Russland gerade die möglichen Folgen, die die Sanktionen gegen PDSVA für Moskau bedeuten.

Mehr zum Thema - Krisenmanagement in Caracas: Venezuela wertet Währung ab und gleicht sie dem Schwarzmarkt an

Laut Analysten wird Rosneft unabhängig vom Ausgang der politischen Auseinandersetzungen in Venezuela nicht von den venezolanischen Ölvermögenswerten abgeschnitten werden, da Öl für das Land die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle in harter Währung darstellt. Die Rosneft-Vermögenswerte in Venezuela werden auf bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar plus weitere 2,5 Milliarden US-Dollar an Rohstoffen für das Darlehen an die PDVSA geschätzt.

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