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Marlboro-Hersteller will von Zigaretten auf rauchfreie Produkte umsteigen

Marlboro-Hersteller will von Zigaretten auf rauchfreie Produkte umsteigen
Der weltgrößte Zigarettenhersteller Philip Morris International (PMI) hat den "größten Wandel" in seiner Geschichte angekündigt. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, seine Produktion auf rauchfreie Waren und Raucher auf eine andere Art des Rauchens umzustellen.

Der internationale Tabakriese und Hersteller der beliebten Zigarettenmarken Marlboro und Parliament will Hunderte Millionen erwachsene Raucher so schnell wie möglich auf eine seiner Meinung nach "bessere" Art des Rauchens umstellen. In einer Erklärung auf seiner Webseite erklärte PMI, dass es den Elektrozigaretten den Vorrang vor traditionellen Zigaretten gegeben und bereits Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von "weniger schädlichen und doch zufriedenstellenden" Alternativen für die Verbraucher investiert habe.

E-Zigarette verursacht Brand in US-Flugzeug kurz nach Landung (Symbolbild)

Seit 2008 haben wir rund 4,5 Milliarden US-Dollar investiert und mehr als 400 erstklassige Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker eingestellt", so das Unternehmen.

Die Pläne des Tabakriesen enthalten vier rauchfreie Produkte, von denen das erste – IQOS – vor Jahren auf den Markt kam. Das Gerät ermöglicht es, den Tabak eher zu erhitzen als ihn zu verbrennen, wodurch ein aromatischer, nikotinhaltiger Dampf entsteht. Mit der rauchfreien Methode lassen sich nach Angaben des Unternehmens die im Zigarettenrauch enthaltenen giftigen Chemikalien deutlich reduzieren.

Laut PMI sind bereits rund 5,9 Millionen Raucher darauf umstiegen. Das Unternehmen stellte fest, dass das Gerät sowie seine anderen neuen rauchfreien Produkte nur für bestehende erwachsene Raucher bestimmt sind, nicht aber für ehemalige Raucher oder Personen, die zum ersten Mal zum Glimmstängel greifen.

Allerdings wurde Philip Morris zuvor beschuldigt, einige Probleme zu verbergen, die in den klinischen Studien zu seinem neuen Rauchgerät bestehen. Laut Medienberichten von Reuters aus dem Jahr 2017 sollen ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens behauptet haben, dass der Tabakriese schlecht qualifizierte Forscher für die Experimente eingestellt habe, was die Bedenken über das klinische Studienprogramm zu dem entwickelten Gerät auslöste.

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Eine im vergangenen Jahr in der Zeitschrift Tobacco Control veröffentlichte Studie ergab, dass IQOS möglicherweise nicht so harmlos ist, wie es behauptet wird. Die Autoren schrieben, dass die Anwender große Mengen an Dampf einatmen könnten, was zu toxischer Belastung und anderen potenziellen Gesundheitsrisiken führen kann, und forderten weitere Sicherheitsprüfungen.

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