icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Abu Dhabi: Allianz zwischen OPEC und Russland könnte bei Bedarf Ölproduktionskürzungen ausweiten

Abu Dhabi: Allianz zwischen OPEC und Russland könnte bei Bedarf Ölproduktionskürzungen ausweiten
Der Präsident der OPEC und Energieminister der VAE, al-Mazrouei auf einer Pressekonferenz nach einem OPEC-Treffen in Wien.
Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und ihre alliierten Ölproduzenten werden die Produktionskürzungen um weitere sechs Monate verlängern, wenn die jüngsten Maßnahmen zur Ankurbelung des Marktes nicht ausreichen, so der Energieminister der VAE.

Der kürzlich von der OPEC und den weltweit größten Öllieferanten unter Führung Russlands verabschiedete Plan, die Rohölproduktion um 1,2 Millionen Barrel pro Tag (bpd) zu senken, wurde zwar noch nicht umgesetzt, die Mitglieder sind jedoch jetzt schon zur Ausweitung bereit, so der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Suhail al-Mazrouei.

Die Rede ist von einer möglichen Verlängerung des Deals "OPEC+". Der Ölmarkt musste in der vergangenen Woche enorme Verluste hinnehmen, wobei die Rohöl-Benchmarks - West Texas Intermediate (WTI) und Brent - aufgrund von Überangebotsängsten - bereits auf ein Jahrestief fielen. Am Montag lag der Preis der Öl-Sorte Brent bei knapp über 54 US-Dollar pro Barrel, während die US-Rohöl-Benchmark WTI sogar auf rund 45,50 US-Dollar fiel.

Der Energieminister der VAE, derzeitig auch Präsident der OPEC, ist der Ansicht, dass bereits mit dem derzeitigen Überschuss von 26 Millionen Barrel – 340 Millionen Barrel waren es im Jahr 2017 – schon im ersten Quartal des nächsten Jahres ein Marktgleichgewicht erreicht werden kann.

Wenn jedoch dieser Plan nicht aufgeht, könnten die OPEC und ihre Verbündeten noch immer eine "außerordentliche Sitzung" zur Lösung des Problems abhalten. Nach einem Treffen der OPEC, das am Sonntag in Kuwait stattfand, erklärte al-Mazrouei:

Was, wenn die Kürzungen von 1,2 Millionen Barrel nicht ausreichen? Ich sage Ihnen, dass wir uns wieder treffen und entscheiden werden, was genug ist, und wir werden es tun. […] Wenn wir gezwungen sind, die Frist um [weitere] sechs Monate zu verlängern, werden wir es tun... Ich kann Ihnen versichern, dass eine Verlängerung kein Problem sein wird.

Er fügte hinzu, dass auch noch weitere Verlängerungen diskutiert werden könnten.

Die Position der VAE bekam Unterstützung aus dem Irak. Iraks Ölminister Thamer al-Ghadban ist der Ansicht, dass die Produzenten bereit sind, entweder das Abkommen zu verlängern, oder die Kürzungen auszuweiten, falls der Markt nicht reagiert.

Mehr zum Thema - Weltbank: Russland wird Volatilität des Ölpreises im Jahr 2019 standhalten

Es wird angenommen, dass die im Januar umzusetzenden Kürzungen die Ölmarktpreise im nächsten Jahr ankurbeln werden, so jedenfalls lautet die Prognose des Energieinformationsanbieters Argus Media. Laut Azlin Ahmad, Herausgeber im Bereich Rohöl bei Argus Media, werde der Rohölpreis der Sorte Brent im Laufe des Jahres 2019 voraussichtlich langsam steigen: von 65 US-Dollar pro Barrel im ersten Quartal auf 80 US-Dollar pro Barrel im vierten Quartal.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen